Kärntnerisch aufgetischt

Knackig und Sauer

In Kärnten sind Würstel aller Art ein altbewährter und beliebter Klassiker. Die Tradition entstand, weil in der Regel zur Winterzeit geschlachtet wurde und man das frische Fleisch gleich verarbeitet hat. Besonders gerne isst man Selchwürstel, aber auch Frankfurter kommen beim Weihnachtsessen zum Einsatz. Dazu gibt es herzhaftes Sauerkraut und echtes Kärntner Schwarzbrot. Darauf legen wir nämlich besonders viel Wert: Regionaler Geschmack und Selbstgemachtes haben beim Festessen höchste Priorität.

Süß, süßer, Kärnten!

Eine äußerst schmackhafte Erweiterung des Menüs: der Kärntner Reindling. Er ist nicht nur zu Ostern ein Hit, sondern wird auch gerne zu Weihnachten als Nachspeise serviert. Und dabei mögen es die Oberkärntner besonders süß: Sie genießen ihren Reindling mit Mohn-Rosinen-Butter oder verputzen ihre geliebten Dampfnudel mit Honigschmalz. Eine weitere süße Tradition ist das sogenannte Kletzenbrot, das viele Familien gerne traditionell gemeinsam backen. Der Brotteig wird mit Nüssen und Früchten gefüllt – das gibt’s nur einmal im Jahr und ist daher echt 'was Besonderes.

Kamot!

Der Stress der Weihnachtszeit geht an niemanden spurlos vorbei. Die Weihnachtseinkäufe und die Vorbereitungen für den Heiligen Abend bedeuten für viele vor allem eines: Hektik pur! Deshalb verzichten immer mehr Kärntner Familien auf das riesige Festagssmenü und die damit verbundene Arbeit. Ein leckeres Essen kommt aber dennoch auf den Tisch: Raclette und Fondue sind in den letzten Jahren ein echter Renner geworden. Aber auch Fisch aus dem Ofen ist ein Hit – mit leckeren Salaten, Erdäpfel, Schwammerl und knackigem Gemüse wird das Kärntner Menü perfektioniert.

Das Weihnachtsessen steht bei den Kärntnern gewiss ganz groß am Programm. Regionalität und Tradition sind von der Weihnachtstafel nicht wegzudenken. Egal, wofür wir uns in diesem Jahr entscheiden – Omas herrliche selbstgemachte Kekse werden auch heuer wieder alle anderen Gaumenfreuden in den Schatten stellen!

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Autor: Melanie Lipic-Tscheppe, 16.12.2015