Die wichtigsten Fakten für Pilzsammler

Wer sich auf Pilzsuche begibt, muss einige Dinge beachten. Wann die Schwammerl sprießen, welche von ihnen die beliebtesten sind und wie man mit Giftpilzen umgeht, erfahren Sie hier.
Autor: Pia Kulmesch, 29.07.2022 um 10:40 Uhr

Natur beobachten

Das Wichtigste vorweg: Pilze lieben feucht-warmes Wetter, deswegen steht es klimabedingt zurzeit schlecht um sie. Es ist einfach zu trocken – ein paar Tage richtiger Sommerregen wären notwendig. Als Pilzsammler sollte man daher abwarten und das Wetter beobachten, sonst bleibt der Korb leer!
Generell ist es von Vorteil, die Natur und den Wald zu beobachten und sich damit zu beschäftigen, um ein guter Pilzsammler zu werden. Eichenwälder sind hier angesagt! Auffallend ist beispielsweise, dass Steinpilze ihrem Standort treu bleiben: Sie kommen jedes Jahr wieder am selben Platz aus der Erde – das heißt, Stelle merken und man wird belohnt.

Tipps fürs Sammeln

Beim Klauben von Pilzen sollte man die ganze Stielbasis aus der Erde pflücken, denn diese ist ein wichtiges Erkennungsmerkmal. Den Stiel auch nicht abschneiden, sondern mit einer Handbewegung aus der Erde drehen. Ein No-Go ist das Sammeln in Plastiksäcken, denn die Pilze beginnen darin zu schwitzen und verderben schnell. Wichtig ist ein Korb, die Schwammerl bekommen darin Luft und können atmen. Alte Pilze sollte man nicht mehr klauben, die überlässt man am besten den Tieren zum Fressen.

Die Top 6

Die Österreicher lieben Speisepilze – aber einige von ihnen am meisten. Dass Eierschwammerl, der Steinpilz und Parasol das Stockerl bilden, ist wohl kaum verwunderlich. Immerhin zählen diese Vertreter auch zu den bekanntesten. Ebenfalls beliebt sind der Wiesen-Champignon, die Morchel sowie der Austernpilz.

Giftige Vertreter lernen

Es gibt in Österreich ungefähr 4.500 Pilzarten, zehn bis 20 davon sind tödlich. Da es kein allgemeines „Rezept“ gibt, wie man Gift- von Speisepilzen unterscheiden kann, muss man sich mit der Thematik beschäftigen und die Giftpilze lernen. Dann ist man auf der sicheren Seite. Die giftigsten Schwammerl sind jene der Familie der Wulstlinge, Fliegen- und Knollenblätterpilze. Man erkennt sie an dem wulstigen, knolligen Stielansatz.
Erkennt man einen Pilz nicht, sollte man nicht massenhaft davon mit nach Hause nehmen, sondern ein oder zwei und sie dann zu Hause bestimmen.
Sollte es doch zu einer Pilzvergiftung kommen, ist Handeln angesagt. Diese kann sich schon wenige Minuten nach dem Verzehr bemerkbar machen. Manchmal dauert es aber auch ein paar Tagen, bis sich Symptome zeigen. Zu den möglichen Anzeichen gehören Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Schwindel sowie Herz-Kreislauf-Beschwerden. In solchen Fällen unbedingt den Arzt oder die Vergiftungsinformationszentrale kontaktieren bzw. sich ins nächste Krankenhaus begeben.