Wenn die Stimme streikt

Verantwortlich für Stimmstörungen können die unterschiedlichsten Auslöser sein: zu lautes Reden, Rauchen oder doch die klassische Erkältung. Wir verraten, was mit einfachen Mitteln getan werden kann.
Autor: Pia Kulmesch, 05.10.2022 um 09:24 Uhr

Stimmstörungen sind unter dem Fachbegriff Dysphonien zusammengefasst, das führende Dysphonie-Symptom ist Heiserkeit. Diese Störung der Stimme hat mit dem Zustand des Stimmapparates und des Kehlkopfes zu tun. Wenn die Stimmlippen oder Stimmbänder im Hals nicht mehr frei schwingen, kann uns das die Sprache verschlagen. Die Stimme ist dann rau, kratzend, brummig oder piepsig, der Sprechklang klingt verändert.

Ursachen und Therapie

Die Gründe für Heiserkeit sind vielfältig. Zumeist sind diese gutartig – eine Erkältung oder Überbeanspruchung, es kann aber auch eine Stimmbandlähmung und manchmal sogar Kehlkopfkrebs die Ursache sein. Wenn nach zehn Tagen keine Besserung in Sicht ist, sollte der Arzt aufgesucht werden, um heftigere Auslöser auszuschließen. Sinnvoller aber ist es zunächst, bei den häufiger vorkommenden harmlosen Ursachen anzuknüpfen wie der Erkältung oder Überbeanspruchung. Demnach hilft es, die Raumluft ausreichend feucht zu halten, besonders in der Heizperiode, aber auch den Rachenraum selbst: mit Salzwasser-Inhalation und dem Lutschen von Salbei oder Isländisch Moos. Vor allem für Menschen, die viel sprechen oder singen, zum Beispiel beruflich, können diese Mittel behilflich sein. Die Widerstandskraft der Rachenschleimhaut wird durch die Wirkstoffe gestärkt.

Hausmittel: Honig-Holunder-Sirup

Weitere Tipps, die sich einfach umsetzen lassen, sind beispielsweise Halswickel und ein selbst gemachter Honig-Holunder-Sirup. Für den Sirup nehme man 200 ml Holundersaft, 300 ml Bio-Honig und erwärme die Zutaten in einem Topf. Wichtig: nicht zum Kochen bringen, maximal bei 40 Grad erwärmen, sodass alle gesunden Inhaltsstoffe erhalten bleiben. Bei akuter Heiserkeit alle drei Stunden einen Teelöffel des Sirups auf der Zunge zergehen lassen.

Kamillentee

Wundermittel Halswickel 

Der erwähnte Halswickel kann ebenfalls Wunder bewirken. Hierfür ein feuchtes, lauwarmes Tuch ausbreiten und eine fingerbreite Schicht Topfen auftragen. Der Topfen sollte zimmerwarm sein. Das Topfentuch dann in ein zweites Tuch einschlagen, den Topfenschlauch leicht an den Hals pressen und den Wickel für einige Stunden – beispielsweise über Nacht – am Hals lassen. Ein zweiter Halswickel bei Heiserkeit kann der Zwiebel-Wickel sein. Hierfür Zwiebeln schälen, klein schneiden, erwärmen und in ein Tuch geben. Achtung: Der Zwiebel-Wickel ist äußerst aromatisch.

Tags