Sonnenschutzfaktor – was heißt das eigentlich?

15, 30, 50 – was bedeutet der Lichtschutzfaktor (LSF) bei Sonnencremen?
Autor: Simone Reitmeier, 08.07.2022 um 06:00 Uhr

„Mit Lichtschutzfaktor 30 werde ich nicht braun, das ist ja quasi ein Sunblocker“ – davon sind viele Menschen felsenfest überzeugt und liegen damit völlig falsch. Denn auch mit höherem Lichtschutzfaktor wird man schön und gleichmäßig braun.

Was sagt der Lichtschutzfaktor (LFS) aus?

Der Lichtschutzfaktor, auch Sonnenschutzfaktor (SSF) oder im Englischen Sun-Protection-Factor (SPF) genannt, sagt aus, um wie viel länger man nach dem Auftragen in der Sonne liegen kann, ohne einen Sonnenbrand zu riskieren. Konkret heißt das: Die individuelle Eigenschutzzeit der Haut wir mit dem LFS multipliziert. Wenn man zum Beispiel eine Creme mit LFS 20 aufträgt, kann man in etwa 20-mal länger risikofrei in der Sonne liegen als ohne.

Mit Sonnenmilch eincremen | Credit: iStock.com/Aleksej Sarifulin

Welchen Sonnenschutzfaktor gibt es?

  • LFS 6 und 10: Geringer Schutz
  • LFS 15, 20 und 25: Mittlerer Schutz
  • LFS 30 und 50: Hoher Schutz
  • LFS 50+: Sehr hoher Schutz

Insbesondere helle und empfindliche Hauttypen sollten unbedingt einen hohen Schutzfaktor wählen, um einige Zeit bedenkenlos in der Sonne bleiben zu können. Gut zu wissen: Eine Sonnencreme braucht in etwa eine halbe Stunde, bis sie einwirkt. Daher sollte man sich nicht erst im Freibad, sondern bereits zuhause eincremen.

Schutzfaktor 50: Hält das den ganzen Tag über?

Ein hoher Faktor bietet natürlich mehr Schutz für die Haut. Das heißt aber nicht, dass man mit Faktor 50 nur einmal pro Tag einschmieren muss. Besonders wichtig ist, dass der Schutz bei starkem Schwitzen und nach dem Sprung ins Wasser regelmäßig aufgefrischt wird.

Das könnte Sie auch interessieren: „Die 10 größten Sonnenmythen unter der Lupe