Heimat des Immunsystems: So schützen Sie den Darm

Zugegeben, es eignet sich nicht gerade als Smalltalkthema, ist aber dennoch wichtig und sollte verbreitet werden, denn nach wie vor wissen zu wenige Menschen, welchen Kraftakt unser Darm täglich leisten muss: Rund 80 Prozent der körpereigenen Immunabwehr findet in unserem Verdauungsorgan statt. Ob Ihnen die bösen Viren und Bakterien etwas anhaben können und in welchem Ausmaß, hängt also von einer gesunden Darmflora ab.

Gute Bakterien

Der Darm filtert ein Leben lang Gifte, Keime und Schadstoffe aus der Nahrung und produziert Immunzellen, die sich über die Lymphbahnen im Körper verteilen und dort Krankheitserreger ausbremsen. Im Darm leben Tausende verschiedene Arten von gesunden Bakterien, die stets fleißig am Arbeiten sind. Im Laufe eines 75-jährigen Lebens wandern etwa 30 Tonnen Nahrung und 50.000 Liter Flüssigkeit durch den Darm. Da kann es schon einmal zu Irritationen kommen.

Unterstützung

Wissenschaftler untersuchen den Zusammenhang zwischen der Entstehung von Krankheiten wie Krebs, Parkinson, Arteriosklerose, Depression, Alzheimer und Autismus. Bei vielen dieser Erkrankungen haben Forscher Veränderungen in der Darmflora gefunden. Nützliche Darmbakterien können entweder über die Nahrung oder in Kapselform eingenommen werden. Die guten Bakterien heißen Probiotika. Man findet sie in probiotischem Joghurt, Kefir oder Sauerkraut. Präbiotika werden jene Lebensmittel genannt, die Wachstum und Aktivität guter Darmbakterien anregen. Etwa kalter Reis, Knoblauch, Chicorée, grüne Bananen oder Spargel.

Wie Sie Ihrem Darm außerdem helfen können gesund zu bleiben, lesen Sie hier.

Autor: Mirela Nowak-Karijasevic, 10.11.2020