Gut vorbereitet in die Sprechstunde

Führen Sie Essensprotokolle, ein Diabetes-Tagebuch oder einen Perioden-Kalender? Auch das kann als gute Vorbereitung für das Arztgespräch dienen. Was man außerdem beachten sollte, wenn man in die Sprechstunde geht, verraten wir hier.
Autor: Pia Kulmesch, 31.08.2022 um 10:30 Uhr

Wer kennt es nicht: man sitzt im Wartezimmer, hat lange Zeit, zu überlegen und geht in Gedanken durch, was man dem Arzt alles berichten oder von ihm wissen möchte. Immerhin ist der Besuch im Sprechzimmer eher von kurzer Dauer und vor allem bei Diagnosestellungen ist es wichtig, so viel wie möglich von sich und seinen Beschwerden zu erzählen. Damit man auch keine wichtige Information vergisst, hier ein paar Tipps.

Beschreibung von Symptomen

Hier kann man ruhig ins Detail gehen. Sind die Schmerzen pochend, stechend oder bohrend? Außerdem ist es von Vorteil, anzugeben, wie lange die Symptome schon andauern und ob sie gar stärker werden.

Krankengeschichte

Wichtig ist es auch, sich über die Krankengeschichte Gedanken zu machen, beispielsweise, ob die Beschwerden häufiger in der Familie vorkommen, ob Allergien bzw. Unverträglichkeiten oder gar chronische Erkrankungen bestehen. Außerdem sollte man immer angeben, ob und wenn ja, welche Medikamente man zurzeit zu sich nimmt. Dazu gehören auch Nahrungsergänzungsmittel.

Keine Selbstdiagnose

Vorab Gesundheitsinformationen im Internet zu suchen ist ein heikles Unterfangen. Es kann zwar hilfreich sein, seriöse Internetseiten von Experten aufzurufen, da man hier wertvolle Informationen bekommt und tatsächlich der Ursache der eigenen Beschwerden auf den Zahn fühlen kann. Allerdings sind Diagnosestellungen auf Basis dieser Infos oft zu drastisch und es ist auch nicht so einfach, seriöse Seiten von unseriösen zu unterscheiden. Man bekommt nicht nur Antworten, sondern auch Zweifel und im schlimmsten Falle Angst, sodass man sich die Suche im Internet vielleicht besser sparen sollte.

Nachfragen erlaubt

Während des Arztgesprächs sollte man unbedingt nachfragen, wenn der Arzt Fachwörter verwendet und man diese vielleicht nicht versteht. Das ist besser, als zu Hause eventuell im Internet nach Erklärungen zu suchen. Denn Diagnosestellungen können große Ängste auslösen, wenn man die genaue Bedeutung nicht kennt.

Im Extremfall wechseln

Wenn der Arzt in der Sprechstunde wenig verständnisvoll reagiert oder auf die Wünsche nicht eingeht, sollte man es sich überlegen, den Arzt zu wechseln. Als Patient hat man das Recht auf eine gute Beratung und angemessene Behandlung.