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Frau mit rosa Schleife auf dem T-Shirt als Symbol für Brustkrebsbewusstsein
Die rosa Schleife steht weltweit für Aufklärung, Vorsorge und den bewussten Umgang mit Brustkrebs.
Die rosa Schleife steht weltweit für Aufklärung, Vorsorge und den bewussten Umgang mit Brustkrebs.
PROSTOCK-STUDIO/ISTOCK.COM

Brustkrebs: Symptome, Früherkennung und Heilungschancen

21.04.2026 um 14:26, Conny Engl
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Rund 5.000 Frauen in Österreich erkranken jedes Jahr an Brustkrebs, damit ist es die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Früherkennung kann entscheidend sein.

Inhalt

Viele Frauen kommen im Laufe ihres Lebens mit dem Thema Brustkrebs in Berührung. Umso wichtiger sind Wissen, Aufmerksamkeit und regelmäßige Kontrollen. Wer Veränderungen früh erkennt und Vorsorgeangebote nutzt, kann entscheidend zur eigenen Gesundheit beitragen.

1. Häufigkeit

Rund 31 Prozent aller Krebsdiagnosen bei Frauen betreffen die Brust. Statistisch erkrankt etwa jede 13. Frau im Laufe ihres Lebens. Auch Männer sind betroffen, wenn auch selten (nur ca. 1 Prozent der Fälle).

Mehrere Frauen halten rosa Schleifen als Symbol für Brustkrebsbewusstsein in den Händen
Aufklärung und Zusammenhalt spielen eine wichtige Rolle im Umgang mit Brustkrebs.

2. Entstehung & Risiko

Brustkrebs entsteht meist über viele Jahre hinweg. Das Risiko steigt mit zunehmendem Alter. Lebensstilfaktoren wie Übergewicht, Alkohol, Rauchen und Bewegungsmangel können das Risiko erhöhen. Bewegung und gesunde Ernährung können das Risiko senken. Stillen kann einen leicht schützenden Effekt haben. Etwa fünf bis zehn Prozent der Fälle sind genetisch bedingt.

3. Symptome & Warnzeichen

Brustkrebs kann über längere Zeit keine Beschwerden verursachen. Ein Knoten ist das bekannteste Warnsignal. Weitere mögliche Anzeichen:

  • Hautveränderungen
  • Einziehungen der Haut
  • Veränderungen der Brustwarze
  • Rötungen oder Schwellungen
  • Flüssigkeitsaustritt
Frau tastet ihre Brust zur Selbstuntersuchung ab
Regelmäßiges Abtasten hilft, Veränderungen frühzeitig wahrzunehmen.

4. Selbstbeobachtung

Die Selbstuntersuchung ersetzt keine medizinische Untersuchung, ist aber ein wichtiger erster Schritt. Sie hilft, ein Gefühl für den eigenen Körper zu entwickeln und Auffälligkeiten früh wahrzunehmen. Die meisten tastbaren Veränderungen sind gutartig (z.B. Zysten). Dennoch sollte jede Veränderung ärztlich abgeklärt werden.

5. Früherkennung

Die Mammografie ist die wichtigste Methode zur Früherkennung. Sie kann Veränderungen erkennen, bevor sie tastbar sind. In Österreich gibt es ein nationales Früherkennungsprogramm. Empfohlen wird eine Untersuchung alle zwei Jahre. Ziel ist es, Brustkrebs möglichst früh zu entdecken.

Frau bei einer Mammografie-Untersuchung mit medizinischem Fachpersonal
Die Mammografie ermöglicht es, Veränderungen in der Brust frühzeitig zu erkennen.

6. Chancen auf Heilung

Brustkrebs ist heute oft gut behandelbar. Wird er früh erkannt, sind Therapien häufig schonender. Früherkennung verbessert die Heilungschancen deutlich.

Nehmen Sie Vorsorge und Früherkennung ernst! Die Mammografie ab 40, die monatliche Selbstabtastung und ein gesunder Lebensstil können Leben retten!

Maria Sauer, Geschäftsführerin Krebshilfe Oberösterreich
Maria Sauer, Geschäftsführerin der Krebshilfe Oberösterreich, im Freien vor Weinbergen
Maria Sauer, Geschäftsführerin der Krebshilfe OÖ, setzt sich für Aufklärung und Früherkennung ein.

Mammografie: Zahlen und Ablauf

So läuft die Mammografie ab

  1. Termin bei einer teilnehmenden Radiologie-Einrichtung vereinbaren.
  2. Untersuchung dauert nur wenige Minuten und erfolgt durch speziell geschultes Fachpersonal. Es werden moderne 
    digitale Geräte mit geringer Strahlenbelastung eingesetzt.
  3. Befund kommt meist innerhalb kurzer Zeit per Post.

1.000 Mammografien im Überblick

  • 970 Frauen: unauffälliger Befund
  • 30 Frauen: Einladung zur Abklärung
  • 6 Frauen: Diagnose Brustkrebs

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