Richtig Eincremen soll gelernt sein!

Sommer, Sonne, Sonnenbrand: Gerade in der heißen Jahreszeit darf unsere Haut nicht vernachlässigt werden. Was es zu beachten gilt, erklärt uns die Hautärztin Leila Arfaian.
Autor: Cornelia Scheucher, 28.06.2022 um 14:11 Uhr

Wer derzeit außer Haus geht, darf eines nicht vergessen: die Sonnencreme. Doch Creme ist nicht gleich Schutz. Was es zu beachten gilt, erklärt die Dermatologin Leila Arfaian. 

Mehr Sonnenstunden

In Österreich haben wir mittlerweile von April bis Oktober eine hohe UV-Strahlung. Zusätzliche Freizeitaktivitäten wie Skifahren sorgen dafür, dass wir uns fast ganzjährig der Sonne aussetzen. Ein guter Schutz ist deshalb zu jeder Jahreszeit essentiell, im Sommer aber ganz besonders, schließlich ist die UV-Strahlung zwischen Mai und Juli am intensivsten. Während in den Wintermonaten meist schon ein Lichtschutzfaktor von 15 oder 20 reicht, sollte man in der warmen Jahreszeit auf eine stärkere Sonnencreme zurückgreifen. 

Auf den Hauttyp kommt es an!

Prinzipiell kommt es jedoch auf den Hauttyp an, wie Leila Arfaian erklärt: "Menschen mit heller Haut und rötlich bis rot-blonden Haaren sind dem Typ eins zuzuordnen und sollten zu einem LSF von 50 greifen. Menschen mit blonden bis hell braunen Haaren und blau-grauen Augen gehören zu Typ zwei. Der LSF sollte zwischen 50 und 30 betragen." Je nach UV-Empfindlichkeit wird zwischen sechs Hauttypen unterschieden. Übrigens: Jeder Hauttyp hat eine gewisse Zeit, die ohne Schutz in der Sonne verbracht werden kann, bevor erste Rötungen entstehen. "Bei Typ eins sind es beispielsweise 10 Minuten", so die Dermatologin. 

Raus aus der Sonne!

Zwischen elf Uhr vormittags und drei Uhr nachmittags ist die UV-Strahlung am höchsten – in diesem Zeitraum sollte die Sonne so gut es geht gemieden werden. heißt auch, dass Tätigkeiten wie Einkaufen etc. nach hinten oder vorne geschoben worden. Schließlich setzt man sich der Sonne auch im Alltag aus. "Das müssen wir in unseren Breitengraden erst lernen. In Ländern wie Italien oder Spanien ist das ganz normal", so Arfaian. 

Dermatologin Leila Arfaian

Die Sonne meiden

Für Eltern hat die Dermatologin ebenso einen Tipp: "Bis zum fünften bzw. sechsten Lebensjahr sollten Kinder erst gar nicht in die direkte Sonne. Wichtig ist außerdem eine gute Sonnenschutzbekleidung. Die wirkt übrigens nur im trockenen Zustand. Die Ohren, die Nase und die Handrücken sollten ebenfalls gut bedeckt sein." 

Einmal reicht nicht 

Last but not least: Auf was sollte noch geachtet werden? "Sonnencreme muss einmal pro Jahr neu gekauft werden, schließlich verfallen die UV-Filter", erklärt die Hautärztin. Wer auf Empfehlungen setzen möchte, kann sich bei Ärzten oder Stiftung Warentest informieren. Und: Einmal cremen reicht nicht! Nach dem Planschen im Meer oder See ist der Schutz nämlich weg. Mit diesen Tipps startet es sich doch gut in den Urlaub!