10 Tipps gegen Hitzepickel

Hitzepickel tauchen häufig bei Babys und Kleinkindern auf, doch Erwachsene sind genauso betroffen. Zwar sind die rötlichen Pusteln ungefährlich, können aber Juckreiz, Brennen auf der Hautoberfläche und Entzündungen auslösen. Folgende Tipps schaffen Abhilfe. 

Was sind Hitzepickel?

Bei Hitzepickeln handelt es sich um kleine Bläschen auf der Haut, die entstehen, wenn unsere Schweißdrüsen verstopft sind. Besonders im Sommer, in Verbindung mit Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit, machen sich die unschönen Pusteln an Achseln, Dekolleté, Rücken, Po, Oberschenkeln und Armen breit. Körperstellen, mit besonders vielen Schweißdrüsen. Oft werden sie auch als Hitzeausschlag oder Schweißbläschen bezeichnet.

Es gibt vier Arten von Hitzepickeln mit jeweils unterschiedlichen Symptomen:

Miliaria cristallina

Dies ist die mildeste Form des Hitzeausschlags. Auf der äußerlichen Zellschicht der Haut, Epidermis, entstehen durch den Verschluss der Schweißdrüsen kleine, farblose Pickelchen. Sie sind frei von Bakterien, können hin und wieder mit wenig Flüssigkeit gefüllt sein und platzen nach einer gewissen Zeit auf. Diese kleinen, oberflächlichen Hitzepickel tretet auf, wenn der Körper überhitzt ist – verschwindet aber genauso schnell wieder, sobald eine Abkühlung erfolgt. Falls Sie wissen, dass Sie Ihre Haut zu Hitzepickeln neigt, können Sie bereits mit Enzympeelings vorbeugen.

Miliaria rubra

Bei dieser Art von Hitzepickeln entsteht eine Verengung unterhalb der Körperzellschicht und betrifft tieferliegende Schweißdrüsen. Im Vergleich zu Hitzepickeln, die sich auf der oberen Hautschicht bemerkbar machen, ist hier die dritte Schicht der Oberhaut betroffen. Die Bläschen sind gerötet, die betroffenen Hautstellen jucken. Der Auslöser: Bakterien oder eine irritative Schweißwirkung. Es wird empfohlen einen Arzt aufzusuchen und sich ein juckreizstillendes Anti-Allergie-Medikament (Antihistaminika) verschreiben zu lassen. Oft hilft auch eine entzündungshemmende Creme auf Zinkbasis, die die Wundheilung unterstützt und den Juckreiz mildert.

Miliaria pustulosa

Die Ursache für diese Form von Hitzepickeln ist ein stärkerer Bakterienbefall, eine sogenannte bakterielle Superinfektion. Es entstehen Entzündungen und die Pickel fangen an sich zu eitrigen Pusteln zu entwickeln.

Miliaria profunda

Dies ist die schmerzhafteste Art von Hitzepickeln und kommt eher selten vor. Die tiefliegenden Ausführungsgänge der Schweißdrüsen sind verstopft. Die Folge: Feste, aggressive Knoten unter der Haut.

10 Sofortmaßnahmen bei Hitzepickeln

  1. Suchen Sie einen kühleren Ort und gehen Sie raus aus der Hitze. 
  2. Meiden Sie zu warme, enge Kleidung. Stattdessen lieber zu luftiger Kleidung aus Baumwolle und Leinen greifen. Diese Materialien sind ideal im Sommer, da der Körper nicht allzu schnell schwitzt und die Schweißdrüsen nicht so schnell verstopfen. Die Produktion von Hitzepickeln kann somit weitestgehend vermieden werden.
  3. Auch dickes und warmes Bettzeug sollte umgangen werden.
  4. Egal wie stark der Juckreiz ist, nicht kratzen, sondern auf die betroffene Hautstelle klopfen oder sie kühlen. 
  5. Verzichten Sie auf scharfe Gewürze, Alkohol, koffeinhaltige Getränke und üppige Mahlzeiten, die die Schweißproduktion verstärken und Hitzepickel begünstigen, verzichten. 
  6. Trinken Sie Salbeitee.
  7. Ein spezielles Puder aus der Apotheke hilft den Schweiz zu absorbieren, hält die Haut trocken und verhindert die Verbreitung von Bakterien sowie die Entstehung von Hitzepickeln.
  8. Thermalwasserspray ist ein wahres Wundermittel bei kleineren Hautirritationen und Ausschlägen. Inhaltsstoffe wie Mineralien, Spurenelementen und Kieselerde beruhigen die Haut, sodass der Juckreiz der Hitzepickel vorerst ein Ende hat.
  9. Verwenden Sie Sonnenschutz ohne Konservierungs- und Duftstoffe, um die Entstehung eines Hautausschlags zu vermeiden. 
  10. Eine Behandlung mit Zink oder Kieselerde kann bei Hitzepickeln sehr effektiv sein. Zusätzlich sollten Sie lauwarme bis kühle Duschen nehmen und anfällige Körperstellen öfter mit einem feuchten Waschlappen abtupfen. 
Autor: Izabela Lovric, 17.07.2020