Glenn Close packt aus: Verbrachte 15 Jahre in einer Schweizer Sekte

Glenn Close bricht nach 45 Jahren ihr Schweigen: Gegenüber dem "Hollywood Reporter" gestand die Schauspielerin, dass sie 15 Jahre ihres Lebens in einer Sekte verbracht hatte. Von ihrem 7. bis 22. Lebensjahr richtete sie sich sie nach dem Willen der christlich geprägten Organisation "Moralische Aufrüstung", zu der sie durch ihren Vater Dr. William Taliaferro gebracht wurde. Für kurze Zeit lebte die heute 67-Jährige sogar im Hauptquartier der Sekte in der Schweiz.

Glenn fügte sich dem Willen der Sekte

Überraschend offen sprach Close nun über ihre Erfahrungen, nach dem Glauben der Organisation zu leben: "Jahrelang vertraute ich meinen Instinkten nicht mehr, weil mir alle meine Ansichten vorgeschrieben wurden. Man durfte nichts tun und man fühlte sich wegen allem schuldig."

Die Gruppe habe ihr komplett diktiert, wie sie zu leben hatte. "Im Endeffekt war es nicht erlaubt irgendetwas zu tu", erinnert sich die Leinwand-Ikone. "Man fühlte sich wegen allem schuldig." Erst im Alter von 22 Jahren hätte sie die "Moralische Aufrüstung" schließlich verlassen. Über den Ausstieg aus der obskuren Glaubensgemeinschaft wollte Glenn Close nicht sprechen. Sie verriet jedoch, dass es viele Jahre gedauert habe, bis ihre Zeit bei der Sekte verarbeitet hatte.

Ausstieg beschäftigte sie lange

Lange plagten Glenn Close Albträume: "Sie begannen mit Verrat, einem Gefühl von Verrat. Zum Schluss haben sich die Träume aber so entwickelt, dass ich aufwachte und das hinter mir lassen konnte. Irgendwann hörten sie auf." Seit über 40 Jahren hat sie keinen Kontakt mehr zu der Gruppe – und lässt sich seitdem auch von niemandem mehr in ihrem Willen einschränken. Auch ihrem Vater, der sie gegen ihren Willen zu der Sekte gebracht hatte, habe sie inzwischen verziehen.

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