4 Tipps: So wird Ihr Garten zum Paradies

Endlich wieder barfuß über den Rasen laufen - die warme Jahreszeit ist in greifbarer ähe, und nichts wollen wir sehnlicher als unseren Wohnraum endlich wieder nach draußen zu verlagern! Laut IMAS-Umfrage, durchgeführt für das Onlineportal marktmeinung-mensch.at, verfügen im Schnitt zwei von fünf Österreicher über einen eigenen Garten. Die durchschnittliche Gartengröße liegt dabei sogar bei erstaunlichen rund 370 Quadratmeter! Doch auch wer nur über eine Terrasse oder einen Balkon verfügt, schafft sich dort seinen grünen Wohlfühlort. Bevor aber der Garten, wie groß auch immer, "bezogen" werden kann, ist meist noch viel zu tun - hier vier Schritte zum Traumgarten.

1. Mein Gartenstil

Ein romantisch duftender Rosengarten, ein natürlicher Wildblumenrasen oder puristisch und klar strukturierte Flächen - wie soll der Garten ungefähr aussehen? Diese Überlegung ist deshalb wichtig, weil es durchaus Sinn macht, sich für eine Richtung zu entscheiden, anstatt nach Lust und Laune kunterbunt unterschiedlichste Pflanzen im Gartencenter zu kaufen. Erlaubt ist aber, was gefällt.

2. Der Boden macht's

Voraussetzung für den Traumgarten ist allem voran der optimale Untergrund und Boden. Um die Bodenbeschaffenheit zu ermitteln, empfiehlt sich eine ph-Wert-Bestimmung - sind zu wenige Nährstoffe vorhanden, kan man mit entsprechendem, idealerweise biologischem Dünger nachhelfen. Besonders bei der Dachbegrünung muss die Dicke des Untergrunds beachtet werden. So sollten laut Experten bei extensiver Dachbepflanzung mindestens acht Zentimeter Erdreich vorhanden sein. Je intensiver die Bepflanzung, desto dicker muss auch der Unterboden bzw. das Substrat sein, wobei dieser auch von der Art der Bepflanzung abhängig ist.

3. Gut geplant

Hilfreich ist, sich vor der Bepflanzung einen ungefähren Plan zurechtzulegen, wo welche Pflanzen hinkommen. Damit vermeidet man z.B. falsche Pflanzen am falschen Ort - denn wenn sie sich nicht richtig entwickeln, müssen sie unter Umständen umgepflanzt werden oder verkümmern ganz. Auch sollte man vorab festlegen, wo ein möglicher Teich oder Springbrunnen, ein Pavillon, eine Sitzgruppe oder ein Gemüsebeet hinkommen sollen. Bei großen Flächen darf in der Regel eine Raumaufteilung nicht fehlen - mittels Rankgittern, Bodenfließen oder geschwungenen Wegen bringt man Struktur in die einheitliche Gartenfläche, wodurch idyllische Plätzchen geschaffen werden, die unterschiedlich ausgestaltet werden können. Hecken, Sträucher und Bäume sorgen bei Bedarf für Sichtschutz. Dazu empfiehlt es sich, bei der Gartengestaltung Experten hinzuzuziehen, um Fehler schon von Anfang an zu vermeiden, sei es bei der Raumaufteilung, Pflanzenwahl oder Pflege.

4. Mein eigenes Gemüse

Was aktuell in wohl keinem Garten fehlen darf, sind das Gemüsebeet und/oder Obstbäume und -sträucher. Und im Trend liegt man damit außerdem - Stichwort Nachhaltigkeit. Und das Beste: Für Gemüse, Obst und Kräuter braucht man nicht zwangsläufig groß angelegte Beete - man kann auch auf kleinem Raum das eine oder andere anbauen, etwa Salat in Hochbeeten, Erdbeeren in vetrikal platzierten Töpfen oder Kräuter in kleinen Behältnissen am Fensterbrett.

Tipps zur Pflanzenwahl

Tipps für ideale Pflanzen in der prallen Sonne:

  • Oleander: Während der Wachstumsphase mag es der immergrüne Strauch so warm wie möglich - nur dann blüht er in voller Pracht.
  • Wandelröschen: Nur in der vollen Sonne entfaltet die tropische Pflanze ihre volle Blütenkraft und blüht von Mai bis Oktober in unterschiedlichen Farben.
  • Schmucklilie: Die aus Südafrika stammende Blume liebt sonnige, windgeschützte Plätze und erfreut von Juli bis August mit ihren Blüten und dem satten Blattschopf.

Blumen für schattige Standorte:

  • Fleißige Lieschen: Besonders in Schattenlage zeigt die Blume, was in ihr steckt, und begeistert von Mai bis Oktober mit ihrer leuchtenden Blütenfülle.
  • Knollenbegonie: Die klassische Balkon- und Kübelpflanze gedeiht sehr gut an halb- oder schattigen Standorten und blüht von Mai bis Oktober.
  • Fuchsien: Die Pflanze begeistert mit ihren verschiedenfarbigen Glockenblüten und fühlt sich an (halb) schattigen Plätzchen überaus wohl.

Tipps zur Gemüseharmonie

Nicht jedes Gemüse kann neben ein anderes gesetzt werden - ob es wächst und gedeiht, hängt oft auch von seinem Nachbarn ab. Hier einige Tipps, welche Gemüse getrost nebeneinander gesetzt werden können:

  • Zwiebeln gedeihen prächtig neben Erdbeeren, Gurken, Kamille, Karotten, Zucchini oder Kopfsalaten
  • Tomaten passen gut zusammen mit Buschbohnen, Knoblauch, Karotten, Spinat, Sellerie, Petersilie, Pfefferminze oder Kopfsalat
  • Rharbarber verträgt sich gut mit Buschbohnen, Spinat, Salat und Kohl
  • Kohlrabi harmoniert mit Erbsen, Lauch, Rote Bete, Spinat oder Tomaten
  • Erdbeeren fühlen sich neben Kohl, Zwiebeln, Rettich, Lauch oder Blattsalaten wohl
  • Gurken mögen gerne die Gemeinschaft von Dill, Fenchel, Kohl, Roter Bete, Zwiebeln oder Sellerie
Autor: Manuela Fritz , 21.07.2020