Tragödie: Junge (13) stirbt nach Stich von Qualle
Inhalt
- Stich einer Seewespe in Thailand: Das ist passiert
- Auch Helfer von Würfelquallen gestochen
- Warum die Seewespe so gefährlich ist
- Thailand: Bereits mehrere tödliche Unfälle mit Seewespen
- Seewespe in Thailand: Das raten die Behörden
- Erste Hilfe nach einem Stich einer Würfelqualle
Ein Badeausflug endete in einer Tragödie: Im Süden Thailands ist ein 13-jähriger Bub nach dem Stich einer Würfelqualle gestorben. Die hochgiftige Seewespe zählt zu den gefährlichsten Meerestieren der Welt. Nach dem tödlichen Vorfall haben die Behörden in Thailand ihre Warnungen verschärft und zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen an den Stränden angeordnet.
Stich einer Seewespe in Thailand: Das ist passiert
Der Jugendliche war am Samstag am Ban Fai Tha Beach in der Provinz Nakhon Si Thammarat schwimmen, nachdem er zuvor an einem Wohltätigkeits-Fußballturnier teilgenommen hatte. Nur wenige Meter vom Ufer entfernt wurde er von einer oder mehreren Würfelquallen – auch Seewespen genannt – gestochen.
Der 13-Jährige erlitt einen Schock, verlor das Bewusstsein und musste von Freunden sowie Anwohnern aus dem Wasser gerettet werden. Trotz aller Bemühungen kam jede Hilfe zu spät.
Auch Helfer von Würfelquallen gestochen
Bei den Rettungsversuchen wurden mehrere Helfer ebenfalls von den Würfelquallen gestochen. Sie überlebten den Vorfall und befinden sich nach Angaben der Behörden außer Lebensgefahr.
Warum die Seewespe so gefährlich ist
Die Seewespe (Chironex fleckeri) gehört zu den giftigsten Meerestieren der Welt. Die Würfelqualle kommt im gesamten Indopazifik vor und ist aufgrund ihres nahezu durchsichtigen Körpers im Wasser kaum zu erkennen.
Ihr Gift verursacht meist sofort starke Schmerzen und kann innerhalb weniger Minuten Herz, Nervensystem und Atmung schwer schädigen. In schweren Fällen drohen Herz- oder Atemstillstand. Gerade deshalb gilt die Seewespe als eine der gefährlichsten Quallen weltweit.
Thailand: Bereits mehrere tödliche Unfälle mit Seewespen
Der aktuelle Todesfall ist kein Einzelfall. In Thailand kam es bereits mehrfach zu tödlichen Begegnungen mit Würfelquallen:
- 2014: Ein französischer Junge stirbt nach einem Stich einer Seewespe.
- 2015: Eine deutsche Urlauberin kommt nach einem Stich einer Würfelqualle ums Leben.
- 2021: Ein israelisches Kind stirbt nach einer Begegnung mit einer Seewespe.
Vor allem rund um die Ferieninseln Koh Samui und Koh Phangan wurden in den vergangenen Jahren immer wieder Würfelquallen gesichtet.
Seewespe in Thailand: Das raten die Behörden
Nach dem tödlichen Vorfall haben die Behörden ihre Warnungen verschärft. Badegäste sollten:
- Nicht ins Wasser gehen, wenn Würfelquallen oder Seewespen gesichtet werden.
- Den Anweisungen der Rettungsschwimmer unbedingt Folge leisten.
- Quallen niemals mit bloßen Händen berühren.
Erste Hilfe nach einem Stich einer Würfelqualle
- Betroffene sofort aus dem Wasser bringen.
- Die Wunde mindestens 30 Sekunden mit Haushaltsessig spülen.
- Kein Süßwasser oder Alkohol verwenden und die Haut nicht reiben, da dadurch zusätzliches Gift freigesetzt werden kann.