Direkt zum Inhalt
Hervis Logo an Filiale – Hervis schließt 17 Standorte in Österreich und streicht rund 100 Jobs
Hervis schließt Filialen in Österreich: Der Sporthändler baut 2026 sein Filialnetz massiv um.
Hervis schließt Filialen in Österreich: Der Sporthändler baut 2026 sein Filialnetz massiv um.
KI-generiert / Dall.e / Stefanie Hermann

Hervis schließt 17 Filialen – diese Standorte sind betroffen

12.06.2026 um 09:04, Stefanie Hermann
min read
Hervis schließt 17 Filialen in Österreich. Rund 100 Jobs sind betroffen. Alle Standorte und Hintergründe zur großen Restrukturierung im Überblick.

Hervis schließt Filialen: Der Sportartikelhändler baut sein Netz massiv um und streicht Standorte in ganz Österreich. Rund 100 Jobs sind betroffen, die Restrukturierung läuft bereits.

Hervis schließt Filialen: 100 Jobs betroffen

Sportartikelhändler Hervis steht vor einem massiven Einschnitt: Insgesamt 17 von 93 Filialen in Österreich werden im Laufe des Jahres 2026 geschlossen. Damit verschwindet rund ein Fünftel des gesamten Filialnetzes. Rund 100 Arbeitsplätze sind von den Maßnahmen betroffen.

Die Schließungen erfolgen schrittweise und unter Einhaltung bestehender Mietverträge. Erste Standorte wurden bereits geschlossen, weitere folgen im Laufe des Jahres.

Diese Hervis-Standorte schließen

Die betroffenen Filialen verteilen sich über mehrere Bundesländer. Unter anderem schließen Standorte in Wien, Salzburg, Oberösterreich, der Steiermark und Tirol. Auch die Filiale in Lienz in Osttirol ist betroffen.

Nicht betroffen ist Kärnten. Eine ursprünglich genannte Schließung in Feldkirchen wurde von Hervis korrigiert.

  • Wien (Q19)
  • Bischofshofen
  • Salzburg Forum
  • Hallein
  • Reutte
  • Kitzbühel
  • Lienz
  • Deutschlandsberg
  • Leoben
  • Liezen
  • Perg
  • Steyr
  • Wels
  • Korneuburg
  • Linz (Lentia)
  • Salzburg (SAM Outlet – bereits geschlossen)
  • Baden (bereits geschlossen)

 

Wirtschaftlicher Druck zwingt zu Maßnahmen

Als Grund für die Schließungen nennt das Unternehmen die fehlende Wirtschaftlichkeit einzelner Standorte. „Diese Filialen sind nicht ertragsbringend zu betreiben“, heißt es von Hervis.

Die Entscheidung ist Teil einer umfassenden Neuausrichtung des Unternehmens. Ziel ist es, die Strukturen effizienter zu gestalten und langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.

Neuer Eigentümer treibt Restrukturierung voran

Hinter dem Umbau steht der neue Eigentümer Quantum Investment Holding mit Sitz in Wien. Das Unternehmen gehört den deutschen Investoren Sven Voth und Udo Schloemer.

Nach dem Verkauf durch den Handelskonzern Spar wird Hervis nun strategisch neu ausgerichtet. Dabei soll sich das Unternehmen stärker an zukünftigen Markt- und Kundenanforderungen orientieren.

Sozialplan für betroffene Mitarbeiter

Für die rund 100 betroffenen Beschäftigten wurde gemeinsam mit Betriebsrat und Gewerkschaft ein Sozialplan ausgearbeitet. Ziel ist es, die Folgen der Kündigungen abzufedern.

Ein Teil der Mitarbeiter soll die Möglichkeit erhalten, in andere Filialen zu wechseln. Dennoch bleibt der Stellenabbau ein harter Einschnitt für viele Betroffene.

Sporthandel in Österreich unter Druck

Die Entwicklungen bei Hervis sind kein Einzelfall. Der Sporthandel in Österreich steht seit Jahren unter Druck. Onlinehandel, hohe Kosten und zurückhaltende Konsumenten belasten die Branche.

Mehrere Unternehmen haben bereits Filialen geschlossen oder sich ganz aus dem Markt zurückgezogen. Hervis reagiert nun mit einem klaren Sparkurs und einer strategischen Neuausrichtung.

more