Rosen Waibel insolvent: Was passiert jetzt mit dem Shop in Münchendorf?
- Rosen Waibel insolvent: Drei Standorte betroffen
- Waibel Shop Münchendorf: Standort bleibt geöffnet
- Millionenschulden im Detail
- Ursachen für die Insolvenz: Inflation und Konkurrenz
- Geschäftsbetrieb läuft weiter trotz Insolvenz
- Sanierungsplan: 20 Prozent Quote für Gläubiger
Die Insolvenz von Rosen Waibel erschüttert die heimische Blumenbranche: Gleich drei Unternehmen der Waibel-Gruppe stehen vor einem Sanierungsverfahren. Insgesamt belaufen sich die Schulden auf rund 24,8 Millionen Euro, betroffen sind 84 Beschäftigte sowie 113 Gläubiger. Trotz der angespannten Lage läuft der Betrieb vorerst weiter.
Rosen Waibel insolvent: Drei Standorte betroffen
Von der Insolvenz betroffen sind die Rosen Waibel Handelsgesellschaft sowie die Waibel Produktions GmbH in Mäder und die Waibel Floristik GmbH im niederösterreichischen Münchendorf. Die Verfahren wurden an den zuständigen Landesgerichten in Feldkirch und Wiener Neustadt eröffnet.
Während Rosen Waibel vor allem im Blumenhandel tätig ist, deckt die Gruppe auch Produktion, Floristik und Vertrieb ab. Damit trifft die Krise mehrere zentrale Bereiche des Unternehmens gleichzeitig.
Waibel Shop Münchendorf: Standort bleibt vorerst geöffnet
Besonders im Fokus steht aktuell der Waibel Shop Münchendorf. Trotz der laufenden Insolvenz bleibt der Standort im Bezirk Mödling vorerst geöffnet. Kundinnen und Kunden können weiterhin Blumen und Floristikprodukte wie gewohnt vor Ort kaufen.
Der Shop ist Teil der Waibel Floristik GmbH, über die ebenfalls ein Sanierungsverfahren eröffnet wurde. Mit 44 Mitarbeitenden zählt der Standort zu den größten innerhalb der Gruppe. Wie es langfristig weitergeht, hängt jedoch vom Erfolg der Sanierung und der Entscheidung des Insolvenzverwalters ab.
Millionenschulden im Detail
Die finanziellen Probleme verteilen sich unterschiedlich auf die einzelnen Firmen. Die Rosen Waibel Handelsgesellschaft weist Schulden von rund 2,5 Millionen Euro auf. Deutlich höher fällt die Belastung bei der Waibel Produktions GmbH mit etwa 16,6 Millionen Euro aus.
Die Waibel Floristik GmbH in Münchendorf kommt auf rund 5,7 Millionen Euro Verbindlichkeiten.
Ursachen für die Insolvenz: Inflation und Konkurrenz
Als Hauptursache für die Rosen Waibel Insolvenz gilt die wirtschaftliche Entwicklung der vergangenen Jahre. Laut Kreditschutzverband 1870 hat die Inflation die Kaufkraft vieler Kundengruppen deutlich geschwächt.
Gleichzeitig verschärft sich der Wettbewerb am Markt. Überkapazitäten führen dazu, dass wichtige Abnehmer weniger Ware beziehen. Zusätzlich belastet laut Unternehmensangaben der Verlust eines Großkunden die finanzielle Situation massiv.
Geschäftsbetrieb läuft weiter trotz Insolvenz
Trotz der angespannten Lage bleibt der Geschäftsbetrieb aufrecht. Geschäftsführer Marco Waibel stellt klar, dass der Betrieb „uneingeschränkt weiterläuft“. Die Standorte in Mäder und Münchendorf bleiben geöffnet.
In den vergangenen Jahren sei das Unternehmen „von den wirtschaftlichen Entwicklungen hart getroffen worden“. Investitionen hätten die gesteckten Ziele nicht erreicht. Nun soll die Sanierung die wirtschaftliche Basis sichern.
Sanierungsplan: 20 Prozent Quote für Gläubiger
Die Waibel-Gruppe bietet ihren Gläubigern eine Sanierungsquote von 20 Prozent an. Innerhalb von zwei Jahren sollen somit Teile der offenen Forderungen beglichen werden.
Ob die Sanierung gelingt, hängt nun von der Prüfung durch den Insolvenzverwalter ab. Auch die Zukunft der 84 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist derzeit noch ungewiss.