Studie: Leute sparen auf Tattoos statt Autos

Eine Studie zeigt, dass insgesamt mehr gespart wird. Worauf die Leute aber sparen, ist neu und sehr verwunderlich.
Autor: Melanie Ogris, 03.03.2022 um 15:23 Uhr

Dass ein Großteil der Menschen in der Pandemie mehr spart, ist wenig überraschend. Haben wir doch weniger Möglichkeiten, unser Geld auch auszugeben. Lockdowns, geschlossene Geschäfte und komplizierte Ein- und Ausreisebeschränkungen verderben vielen die Lust auf Shopping und Urlaub. Gerade auf kostspielige Fernreisen verzichten viele deswegen schon länger. Dabei war das noch vor Corona das beliebteste Sparziel der Spar-App Monkee.

Sparziele verändern sich

„Schon 2020 konnten wir eine Veränderung der Sparziele feststellen“, so Martin Granig, der zusammen mit Christian Schneider das Innsbrucker Unternehmen Monkee gegründet hat. Im ersten Lockdown schien noch die körperliche Fitness im Fokus der Nutzer zu stehen. Sie sparten auf Fahrräder, Mountainbikes und vor allem E-Bikes. Anfang 2021 war es vermehrt die Renovierung des Eigenheims bzw. die Anschaffung von neuen Haushaltsgeräten wie Küchenhelfern oder neue Einrichtungsgegenstände. „Seit dem letzten Lockdown beobachten wir nun eine auffallende Zunahme von Sparzielen, die man weitgehend unter dem Bereich der Verschönerung des Körpers zusammenfassend könnte,“ so Granig. Schönheitsoperationen, die Regulierung von Zähnen und Augen, aber auch Tattoos zählen daher zu den beliebtesten Sparzielen für das neue Jahr.

Die Nachfrage ist in den letzten Monaten stark gestiegen. In dieser Zeit der Einschränkungen und Entbehrungen haben viele Menschen entschieden sich mehr auf sich zu konzentrieren und etwas für sich zu tun. Die derzeitigen Umstände, wie beispielsweise dass viele im Home Office arbeiten oder Masken tragen müssen, erleichtern die Entscheidungen für den Eingriff zusätzlich, können doch so die anfänglichen Nebenwirkungen eines Eingriffes besser versteckt werden. – Dr. Matthias Koller, plastischer Chirurg in Linz

Corona-Pandemie digitalisierte das soziale Leben

„Nicht nur der Austausch durch digitale Medien – der durchwegs viele positive Aspekte mit sich gebracht hat - , sondern speziell der intensive Vergleich über Social Media Kanäle führt nachweislich dazu, dass uns das Leben der Anderen tendenziell besser und perfekter erscheint.“, erklärt die Innsbrucker Psychologin Johanna Constantini. Dies kann wiederum zu Selbstwertzweifeln und dem Wunsch nach Veränderung in vielerlei Hinsicht führen. Zusätzlich wird ein weiteres Motiv darin gesehen, dass viele Menschen das Gefühl haben, während der Pandemie Kontrolle über sich selbst aus der Hand gegeben zu haben, und zumindest über (Schönheits-)Eingriffe Kontrolle über ihren eigenen Körper wahrnehmen können.

Monkee Gründer

Über Monkee

Monkee zeigt, wie Sparen im Zeitalter der Digitalisierung aussehen kann. Die Vision der Gründer: Mithilfe einer App werden Millionen Menschen dabei unterstützt, ihre finanzielle Gesundheit zu verbessern. Der digitale Finanz-Coach kombiniert Sparen und Cashback – das heißt, bei Einkäufen bei Partnern von Monkee bekommt man bares Geld zurück auf sein Monkee Sparkonto. So gelingt es, individuelle Sparziele zu erreichen und die eigenen finanziellen Gewohnheiten zu optimieren. Die App hilft bereits über 150.000 Menschen dabei, auf Ziele mit über 170 Millionen Euro Gesamtwert zu sparen und ist in Deutschland und Österreich kostenlos für iOS und Android erhältlich.