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Das Wrack eines Postautos in der Schweiz nach einem tödlichen Bus-Brand in Kerzers.
Nach dem verheerenden Brand in der Schweiz: Ermittler untersuchen den Ort, an dem sechs Menschen tot geborgen wurden.
Nach dem verheerenden Brand in der Schweiz: Ermittler untersuchen den Ort, an dem sechs Menschen tot geborgen wurden.
APA-Images / AFP / FABRICE COFFRINI

Sechs Tote: Mann zündet sich in Bus an

11.03.2026 um 10:46, Marcel Toifl
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Tragödie in der Schweiz: Bei einem verheerenden Bus-Brand in Kerzers sind sechs Menschen gestorben. Der Mann soll sich selbst angezündet haben.

In der Schweiz kam es am Dienstagabend zu einer unfassbaren Katastrophe. Ein Linienbus stand in Kerzers plötzlich in Flammen. Innerhalb kürzester Zeit entwickelte sich das Fahrzeug zu einem tödlichen Inferno. Bei diesem Bus-Brand sind sechs Menschen gstorben, mehrere weitere Personen erlitten teils lebensgefährliche Verletzungen. Die Ermittler stehen vor einem Rätsel, gehen jedoch inzwischen von einer möglichen vorsätzlichen Tat aus.

Notruf am Abend Bus steht in Flammen

Der Notruf erreicht die Kantonspolizei Freiburg am Dienstag gegen 18:25 Uhr. Ein Linienbus steht kurz vor der Endstation im Ort Kerzers in Flammen. Das Fahrzeug gehört zum Unternehmen Postauto, das vor allem ländliche Regionen der Schweiz verbindet.

Als die ersten Einsatzkräfte eintreffen, steht der Bus bereits vollständig in Brand. Meterhohe Flammen schlagen aus dem Fahrzeug, dichter Rauch steigt über dem Ortszentrum auf. In sozialen Netzwerken verbreiten sich Videos des brennenden Busses, die das Ausmaß des Unglücks in der Schweiz verdeutlichen. Die Feuerwehr löscht das Feuer, kann jedoch nicht verhindern, dass der Bus vollständig ausbrennt.

Großeinsatz von Feuerwehr sowie Rettung

Mehrere Rettungsdienste eilen zum Einsatzort. Insgesamt neun Krankenwagen sowie ein Rettungshubschrauber stehen im Einsatz. Die Straße im Zentrum von Kerzers bleibt über Stunden gesperrt. Die traurige Bilanz des Abends: Sechs Menschen tot, mehrere weitere Personen verletzt.

Drei Menschen befinden sich laut Polizei in kritischem Zustand. Auch ein Rettungssanitäter verletzt sich während des Einsatzes. Das ausgebrannte Wrack des Linienbusses wird in der Nacht geborgen. Forensiker sichern anschließend Spuren am Tatort, um Licht in den tödlichen Bus-Brand zu bringen.

Ermittler prüfen vorsätzliche Brandstiftung

Die Staatsanwaltschaft eröffnet ein Strafverfahren. Die Polizei geht inzwischen davon aus, dass das Feuer möglicherweise absichtlich gelegt wurde. „Eine vorsätzliche Tat könnte die Ursache für dieses Drama sein“, teilt die Polizei am Abend mit.

Die Ermittler sehen derzeit keine Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund. Der Kommunikationschef der Kantonspolizei Freiburg, Martial Pugin, erklärt im öffentlich-rechtlichen Radio RTS, dafür gebe es bislang keine Anhaltspunkte. Dennoch bleibt die Frage, wie es in der Schweiz zu so vielen toten Menschen durch Brandstiftung kommen konnte.

Augenzeugen berichten von Benzin im Bus

Mehrere Augenzeugen schildern den möglichen Ablauf im Inneren des Busses. Demnach soll eine Person eine brennbare Flüssigkeit im Fahrzeug verteilt haben. Ein Mann berichtet in einem Video, über das die Zeitung Blick berichtet: „Er hat Benzin ausgeleert und sich selbst angezündet.“

Eine Sprecherin der Polizei bestätigt, dass entsprechende Hinweise eingegangen sind. Diese Angaben würden geprüft. Bestätigen könne man den Ablauf derzeit jedoch nicht.

Identifizierung der Opfer dauert an

Die Identifizierung der sechs toten Menschen läuft weiterhin. Laut Polizei können die forensischen Arbeiten mehrere Tage dauern. Unklar bleibt zunächst auch, wie viele Menschen sich insgesamt im Bus befanden. Ebenso steht noch nicht fest, ob der Busfahrer unter den Opfern ist.

Bundespräsident Guy Parmelin reagiert bestürzt auf die Katastrophe. „Es bestürzt mich und macht traurig, dass wiederum Menschen in der Schweiz bei einem schweren Brand ums Leben gekommen sind“, erklärt er. Die Behörden im Kanton Freiburg kündigen für den Nachmittag eine Pressekonferenz an.

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