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Drohnenangriff auf Moskau: Dichter schwarzer Rauch über brennender Ölraffinerie nach Explosionen nahe der russischen Hauptstadt.
Schwarze Rauchwolken steigen nach einem ukrainischen Drohnenangriff über einer Ölraffinerie in Moskau auf.
Schwarze Rauchwolken steigen nach einem ukrainischen Drohnenangriff über einer Ölraffinerie in Moskau auf.
APA-Images / AFP

Drohnenangriff auf Moskau: Ukraine trifft Ölraffinerie

18.06.2026 um 14:36, Stefanie Hermann
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Die Ukraine greift Moskau mit hunderten Drohnen an. Eine Ölraffinerie wird getroffen. Präsident Selenskyj erhöht den Druck auf Russland.

Die Ukraine greift Moskau mit einem der größten Drohnenangriffe seit Beginn des Ukraine-Kriegs an. Hunderte Drohnen nehmen Ziele in und rund um die russische Hauptstadt Moskau ins Visier. Getroffen wird unter anderem eine große Ölraffinerie am Stadtrand, die für die Treibstoffversorgung Russlands zentral ist.

Drohnenangriff auf Moskau: Hunderte Drohnen im Einsatz

Nach russischen Angaben werden mehr als 500 Drohnen abgefangen, allein beim Anflug auf Moskau sollen rund 200 gestoppt worden sein. Dennoch sind mehrere Drohnen eingeschlagen und lösen Brände und Explosionen aus. Schwarze Rauchwolken sind über der Millionenstadt Moskau sichtbar.

Ölraffinerie in Flammen: Kritische Infrastruktur getroffen

Im Fokus des Angriffs steht eine der größten Ölraffinerien Russlands. Die Anlage gehört zu Gazpromneft und gilt als wichtiger Bestandteil der russischen Kriegsmaschinerie. Videos und Aufnahmen zeigen mehrere Brandherde und schwere Schäden, auch wenn das genaue Ausmaß offiziell unklar bleibt.

Neben der Raffinerie werden auch Wohngebäude beschädigt. Berichte über Verletzte liegen aktuell nicht vor. Aus Sicherheitsgründen werden alle Moskauer Flughäfen zeitweise geschlossen, Bewohner müssen teilweise in Sicherheit gebracht werden.

Selenskyj erhöht Druck: Angriff soll Verhandlungen erzwingen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigt den Angriff. Ziel sei es, Russland zu Verhandlungen über ein Kriegsende zu bewegen. Der Angriff sei Teil der sogenannten „Langstrecken-Sanktionen“.

„Wenn Putin diesen Krieg nicht beenden will, werden wir reagieren“, sagt Selenskyj. Wenn die Ukraine weiter angegriffen werde, „werde auch Moskau brennen“. Die Attacke sei eine „vollkommen gerechtfertigte Reaktion“ auf russische Angriffe auf ukrainische Städte.

Reaktion auf russische Angriffe: Eskalation setzt sich fort

Hintergrund des Angriffs sind erneut schwere russische Attacken auf Kyjiw, bei denen zuletzt auch ein UNESCO-Welterbe beschädigt wird. Die Ukraine setzt zunehmend auf Angriffe im russischen Hinterland, um militärische Infrastruktur und Versorgungslinien zu schwächen.

Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha richtet sich direkt an die russische Bevölkerung. Russland habe den Krieg begonnen und müsse ihn beenden, so seine Botschaft.

Größter Angriff seit Jahren: Luftabwehr unter Druck

Der Angriff auf Moskau zählt laut russischen Behörden zu den schwersten seit Beginn des Krieges. Trotz intensiver Luftabwehr gelingt es mehreren Drohnen, ihre Ziele zu erreichen. Aufnahmen deuten darauf hin, dass die Abwehr nicht alle Angriffe verhindern kann.

Der Krieg erreicht damit eine neue Phase: Die Ukraine ist zunehmend in der Lage, strategische Ziele tief in Russland anzugreifen und damit den Druck auf die politische Führung in Moskau zu erhöhen.

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