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Der Lufhansa-Streik trifft Passagiere.
Lufthansa-Streik: Etliche Flüge fallen aus.
Lufthansa-Streik: Etliche Flüge fallen aus.
Marco Einfeldt / SZ-Photo / picturedesk.com

Lufthansa Streik: Piloten legen Flugbetrieb lahm

11.03.2026 um 08:16, Weekend Redaktion
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Der Lufthansa-Streik sorgt für Chaos im Flugverkehr: Piloten legen 48 Stunden lang die Arbeit nieder. Tausende Flüge könnten ausfallen.

Der Lufthansa-Streik sorgt für massive Einschränkungen im Flugverkehr. Mehr als 5.000 Pilotinnen und Piloten der Lufthansa, Lufthansa Cargo und Lufthansa Cityline legen ihre Arbeit für 48 Stunden nieder. Der Lufthansa-Streik beginnt am Donnerstag um 0.01 Uhr und dauert bis Freitag um 23.59 Uhr. Betroffen sind zahlreiche Flüge von deutschen Flughäfen.

Lufthansa-Streik legt Flüge lahm

Bestreikt werden alle Flüge, die während des Streikzeitraums von deutschen Flughäfen starten. Besonders an großen Drehkreuzen wie Frankfurt wird mit zahlreichen Flugausfällen gerechnet.

Nach Angaben der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit betrifft der Arbeitskampf mehr als 5.000 Pilotinnen und Piloten innerhalb der Lufthansa Group.

Von den Streikmaßnahmen ausgenommen sind jedoch Flüge in mehrere Länder des Nahen Ostens und nach Nordafrika. Verbindungen nach Ägypten, Aserbaidschan, Bahrain, Irak, Israel, Jemen, Jordanien, Katar, Kuwait, Libanon, Oman, Saudi-Arabien sowie in die Vereinigten Arabischen Emirate sollen planmäßig stattfinden.

Auswirkungen für Passagiere und Ersatzangebote

Die Lufthansa versucht, die Folgen des Streiks für Passagiere möglichst gering zu halten. Teilweise sollen Flüge von Partner-Airlines durchgeführt oder innerhalb der Lufthansa Group umorganisiert werden.

Wenn keine alternative Flugverbindung möglich ist, sollen Reisende auf Bahnverbindungen umgebucht werden. Die Deutsche Bahn dient dabei häufig als Ersatz für innerdeutsche Strecken.

Betroffene Passagiere sollen ab Mittwoch automatisch informiert werden, ob ihr Flug stattfindet oder gestrichen wurde. Wer über ein Reisebüro gebucht hat, sollte sich direkt dort informieren.

Reisenden wird empfohlen, den aktuellen Flugstatus vor der Anreise zum Flughafen auf lufthansa.com zu prüfen.

Hintergrund des Tarifkonflikts

Der Tarifkonflikt dreht sich vor allem um die betriebliche Altersvorsorge der Pilotinnen und Piloten bei Lufthansa und Lufthansa Cargo.

Bei der Regionaltochter Lufthansa Cityline geht es zusätzlich um einen neuen Vergütungstarifvertrag.

Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit fordert für die Jahre 2024, 2025 und 2026 jährliche Gehaltserhöhungen von jeweils 3,3 Prozent.

Nach dem eintägigen Streik im Februar mit mehr als 800 Flugausfällen hat Lufthansa bislang kein neues Angebot vorgelegt.

Harte Töne zwischen Gewerkschaft und Unternehmen

Die Fronten zwischen der Gewerkschaft und der Airline sind verhärtet. Vertreter der Vereinigung Cockpit kritisieren, dass Lufthansa zwar Gesprächsbereitschaft signalisiere, jedoch keine konkreten Verbesserungen bei der Altersversorgung anbiete.

Die Lufthansa wiederum bezeichnet den neuen Streik als unverhältnismäßig und fordert die Gewerkschaft auf, wieder an den Verhandlungstisch zurückzukehren.

Nicht beteiligt am aktuellen Streik sind die Piloten der Konzerntochter Eurowings. Dort läuft ein eigener Tarifkonflikt, über mögliche Streikmaßnahmen wird derzeit separat abgestimmt.

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