Jetzt wird es skurril: Klimabonus auch für Tote

Sorgte die Auszahlung des Klimabonus an Asylwerber für eine Koalitionskrise kommen jetzt neue Details ans Licht. Laut "Die Presse" werden die 500 Euro auch an Tote überwiesen. Zurück will der Staat das Geld aber trotzdem nicht.
Autor: Lukas Steinberger-Weiß, 14.09.2022 um 10:10 Uhr

Asylwerber bekommen ihn. Häftlinge bekommen ihn. Und jetzt werden auch bereits Verstorbene mit dem Klimabonus samt Teuerungsausgleich bedacht. Das berichtet die Tageszeitung "Die Presse". Mehrere Fälle sollen bereits bekannt sein, Tote bekommen den Klimabonus aufs Konto überwiesen, die Hinterbliebenen wundern sich.

Zu tun hat dieses Faktum mit Fristen. So galt der 3. Juli 2022 als Stichtag für die Auszahlungen. Wer danach verstorben ist, könnte den Bonus noch erhalten, da der Tod aufgrund von Fristenläufen noch nicht bis zur Behörde durchgedrungen ist.

Staat will Geld nicht retour

Wie Hinterbliebene berichten, will der Staat die 500 Euro von den Verstorbenen allerdings nicht retour. Das Geld verbleibt auf dem Konto des Toten und fällt in die Erbmasse. Die Erben kassieren so den Klimabonus doppelt. Das Klimaministerium bestätigt dies und meint, dass eine Rücknahme rechtlich nicht möglich sei.