Hochhaus in New York droht einzustürzen – Großeinsatz in Manhattan
- Gebäude bleibt instabil
- Evakuierungen und Sperren
- Bauarbeiten im Fokus der Ermittlungen
- Stabilisierung läuft
In New York hat ein einsturzgefährdetes Hochhaus einen Großeinsatz ausgelöst. Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste räumen am Dienstag im morgendlichen Berufsverkehr Straßen und Gebäude rund um die East 42nd Street in Manhattan.
Auslöser sind Schäden an der Statik des Gebäudes. Zwei tragende Säulen in den oberen Stockwerken haben sich verformt. Mehrere Etagen weisen Durchbiegungen auf. New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani spricht von einer „äußerst ernsten Lage“.
Gebäude bleibt instabil
Das betroffene Hochhaus ist ein ehemaliger Firmensitz des Pharmakonzerns Pfizer und wird derzeit zu einem Wohngebäude umgebaut. Laut Feuerwehr sind die Säulen im 21. und 22. Stock betroffen, die Böden zwischen dem 21. und 26. Stock hängen teilweise durch.
„Das Gebäude bleibt instabil“, sagt Bürgermeister Mamdani. Eine der beschädigten Säulen bewege sich weiterhin, zudem gebe es Risse im Gebäude. Verletzte gibt es nach bisherigen Angaben nicht. Alle Bauarbeiter konnten das Gebäude rechtzeitig verlassen.
Evakuierungen und Sperren
Mehr als 100 Einsatzkräfte sind vor Ort. Ein Bauarbeiter berichtet, die Beschäftigten hätten das Gebäude rasch verlassen müssen.
Die Behörden haben eine Einsturzzone eingerichtet und umliegende Gebäude, darunter Hotels, Büros und eine Schule, evakuiert. Straßen rund um die 42nd Street sind gesperrt.
Bauarbeiten im Fokus der Ermittlungen
Das Hochhaus aus den 1970er-Jahren wird derzeit umfassend umgebaut. Geplant sind rund 1.600 Wohnungen. Als mögliche Ursache wird ein Zusammenhang mit den Bauarbeiten geprüft, insbesondere durch zusätzliche Belastung der Tragstruktur. Ein Vertreter der Baugewerkschaft bezeichnet die Verformungen als „hochgradig gefährlich“.
Stabilisierung läuft
Zur Begutachtung der Schäden setzen die Behörden Drohnen ein. Statiker analysieren die Struktur des Hochhaus und arbeiten an Maßnahmen zur Stabilisierung. Erste Abstützungen wurden installiert. Am Abend bewegt sich das Gebäude nach Angaben der Einsatzkräfte nicht mehr. Eine akute Einsturzgefahr besteht derzeit nicht. Das Gebiet bleibt vorerst abgesperrt.