Flughafen Wien: Jetzt auch Ausweichflughafen gesperrt
- Umleitungen seit den Nachtstunden
- Graz unter Druck
- Bratislava gesperrt
- Wichtiger Rat für Passagiere
- Wie es weitergeht
Das massive Glatteis setzt dem Flugverkehr in Österreich weiter zu. Am frühen Vormittag ist der Flughafen Wien-Schwechat erneut in den Krisenmodus geraten. Zwar wurde der Betrieb ab 11 Uhr schrittweise hochgefahren, eine echte Entspannung lässt aber noch auf sich warten. Die anhaltende Vereisung beeinträchtigt den Ablauf weiterhin stark, Verzögerungen bleiben die Regel.
Umleitungen seit den Nachtstunden
Seit dem frühen Dienstagmorgen werden ankommende Maschinen durchgehend umgeleitet. Flüge aus Bangkok, Newark und Washington mussten nach München beziehungsweise Graz ausweichen. Auch Flieger aus Dubai, Barcelona, Athen und Sharjah konnten Wien nicht ansteuern. Für Reisende bedeutet das lange Wartezeiten, zusätzliche Wege und unklare Weiterreise.
Seit 11 Uhr wird der Flugbetrieb in Wien-Schwechat langsam wieder aufgenommen. Die Abfertigung abfliegender Maschinen wird priorisiert. In den kommenden Stunden werden wieder Landungen erwartet, jedoch nur in reduziertem Umfang.
Graz unter Druck: Ungewöhnlich viele Großraumjets
Aufgrund der Sperre in Wien befindet sich auch der Flughafen Graz im Ausnahmezustand. Seit dem Vormittag erlebt der Flughafen der steirischen Landeshauptstadt ein überdurchschnittlich hohes Verkehrsaufkommen. Maschinen, die normalerweise nur auf großen Airports zu sehen sind, landen notgedrungen in Feldkirchen. Ein Dreamliner aus Bangkok, mehrere Austrian-Airlines-Flüge sowie Maschinen aus Barcelona, Washington und Dubai haben das Terminal gefüllt.
Der zusätzliche Andrang macht sich mit Staus vor dem Gebäude, längeren Wartezeiten im Terminal und logistische Herausforderungen bemerkbar. Passagiere mussten betreut, verpflegt und teilweise per Bus weitertransportiert werden.
Bratislava gesperrt: Ausweichflughafen fällt aus
Zu allem Überdruss ist am Vormittag auch der Flughafen Bratislava vorübergehend gesperrt worden. Damit entfällt eine der wichtigsten Ausweichmöglichkeiten für Wien-Schwechat. Besonders problematisch: Bratislava wird in der Regel angesteuert, wenn Wien wetterbedingt blockiert ist. Die Sperre sorgt für weitere Umleitungen nach München, Frankfurt, Köln, Venedig und Graz.
Wichtiger Rat für Passagiere
Flughafen und Fluglinien raten weiterhin dringend, sich vorab über den Status gebuchter Flüge zu informieren. Bei Streichungen sollen Passagiere nicht zum Airport kommen.
Wie es weitergeht
Meteorologen erwarten im Laufe des Tages leichte Entspannung, die Gefahr bleibt aber hoch. Eine vollständige Normalisierung des Flugverkehrs hängt davon ab, wie rasch die Eisschichten auf Pisten und Rollwegen abtauen. Da der Boden weiterhin stark unterkühlt ist, kann sich neu gebildetes Eis immer wieder regenerieren. Mit weiteren Verzögerungen ist zu rechnen.