Falco: Denkmal am Unfallort enthüllt
Zum 69. Geburtstag von Falco wird in der Dominikanischen Republik ein neues Falco Denkmal am Unfallort des österreichischen Popstars enthüllt. Der Musiker kam dort am 6. Februar 1998 bei einem Autounfall ums Leben. Mit dem Memorial entsteht ein weiterer offizieller Ort des Gedenkens, neben seinem Grab in Wien.
Ein Denkmal nach Wiener Vorbild
Die Gedenkstätte steht bei Puerto Plata, genau an jener Stelle, an der Falco tödlich verunglückte. Errichtet wird das Memorial von der Falco Privatstiftung. Per Videobotschaft meldet sich deren Vorsitzender Ronald „Ronnie“ Seunig bei der Enthüllung zu Wort.
Seunig betont, dass das neue Denkmal dem Grabmal Falcos am Wiener Zentralfriedhof nachempfunden ist. Besonders wichtig sei gewesen, dass das Memorial „von lokalen Leuten geschaffen“ wird.
„Wir hoffen damit, dem Andenken von Falco einen würdigen Ort geschaffen zu haben, an dem seine Fans ihm gedenken können“, erklärt Seunig.
Die Gedenkstätte besteht aus einem Obelisken sowie einer Glasplatte mit dem Konterfei des Musikstars. Die Gestaltung soll bewusst eine Verbindung zwischen Wien und der Karibik herstellen, zwischen Falcos Heimat und jenem Ort, an dem sein Leben tragisch endet.
Feier mit Musik und Erinnerungen
Die Enthüllung wird von einer Gedenkveranstaltung begleitet. Zahlreiche Wegbegleiter und Freunde erinnern in Videobotschaften an den Künstler. Unter anderem melden sich Mitglieder der Falco-Band, Dompfarrer Anton „Toni“ Faber sowie die Videoproduzenten Rudi Dolezal und Hannes Rossacher zu Wort.
Neben den Grußbotschaften gibt es auch ein musikalisches Rahmenprogramm. Präsentiert wird unter anderem der offizielle Geburtstagssong „Happy Birthday, Falco“. Sängerin Carmen interpretiert gemeinsam mit einer Samba-Dance-Formation aus Puerto Plata bekannte Songs des „Falken“, ein Symbol für die internationale Strahlkraft des österreichischen Weltstars.
Der tragische Unfall
Falco, mit bürgerlichem Namen Johann Hölzel, ist am 6. Februar 1998 in der Dominikanischen Republik unterwegs, als es zu dem folgenschweren Unfall kommt. Der Musiker fährt damals vom Parkplatz eines Lokals los und kollidiert mit einem vorbeifahrenden Reisebus. Er wird nur 40 Jahre alt.
Seine Musik, darunter Welthits wie „Rock Me Amadeus“, „Jeanny“ oder „Der Kommissar“, lebt jedoch bis heute weiter. Falco gilt als bislang einziger deutschsprachiger Künstler, der mit einem Song Platz eins der US-Charts erreicht.
Ein Ort für Fans weltweit
Mit dem neuen Memorial bei Puerto Plata existiert nun neben dem Grab am Wiener Zentralfriedhof ein weiterer offizieller Gedenkort. Für viele Fans ist die Enthüllung ein wichtiges Zeichen, fast drei Jahrzehnte nach seinem Tod bleibt Falco unvergessen.
Das Denkmal soll künftig nicht nur ein Ort der Erinnerung, sondern auch ein Treffpunkt für Bewunderer aus aller Welt sein, ganz im Sinne eines Künstlers, der selbst stets international denkt und lebt.