Flammen-Alarm: Waldbrand legt A8 lahm
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Ein großflächiger Wald- und Moorbrand nahe dem Chiemsee hat am Sonntagabend einen Großeinsatz ausgelöst und sorgt seither für massive Verkehrsprobleme auf einer der wichtigsten Verbindungen zwischen Österreich und Deutschland. Wegen dichter Rauchschwaden musste die Autobahn A8 zwischen den Anschlussstellen Übersee und Bernau vollständig gesperrt werden.
Von der Sperre betroffen ist vor allem die stark frequentierte Strecke zwischen Salzburg und München. Bereits in den frühen Morgenstunden bildeten sich kilometerlange Staus in beiden Fahrtrichtungen.
Rund 5,5 Hektar stehen in Flammen
Nach Angaben der Feuerwehr brennen derzeit rund 5,5 Hektar Wald- und Moorfläche. Das entspricht einer Fläche von fast acht Fußballfeldern. Die schwierigen Bedingungen im Moor erschweren die Löscharbeiten zusätzlich, da sich Brände dort oft unter der Oberfläche weiter ausbreiten können.
Um das Feuer möglichst rasch unter Kontrolle zu bringen, stehen rund 200 Feuerwehrleute im Dauereinsatz. Unterstützung erhalten die Einsatzkräfte aus der Luft: Ein Polizeihubschrauber wirft Wasser über den Brandherd ab und verschafft den Einsatzleitern einen Überblick über die Lage.
Bevölkerung vor Rauch gewarnt
Die enorme Rauchentwicklung sorgt nicht nur auf der Autobahn für gefährliche Sichtverhältnisse. Auch die Anwohner in der Umgebung wurden vorsorglich gewarnt. Die Behörden empfehlen, Fenster und Türen geschlossen zu halten und sich möglichst nicht im Freien aufzuhalten, solange die Rauchwolken über das Gebiet ziehen.
Vor allem wechselnde Windrichtungen könnten die Situation jederzeit verändern und den Rauch in weitere Ortschaften treiben.
Sperre sorgt für lange Staus
Wie lange die Vollsperre der A8 bestehen bleibt, ist derzeit noch unklar. Laut Einsatzkräften hängt dies maßgeblich vom Verlauf der Löscharbeiten sowie von der weiteren Wetterentwicklung ab.
Der ÖAMTC berichtete bereits am Montagmorgen von massiven Verkehrsbehinderungen. Sowohl auf der Autobahn als auch auf den eingerichteten Umleitungsstrecken kam es zu erheblichen Verzögerungen. Autofahrer werden deshalb gebeten, den Bereich großräumig zu umfahren oder, wenn möglich, ihre Reise zu verschieben.