Black Friday & Co.: 5 Tipps, worauf man achten sollte

Singles Day, Black Friday, Cyber Monday – der November verspricht Schnäppchenjägern den großen Prozenteregen. Doch Vorsicht vor Rabattfallen, Fakeshops & Co.!
Autor: Conny Engl, 10.11.2022 um 11:14 Uhr

Die Tipps im Überblick:

  1. Preise vergleichen
  2. Lassen Sie sich nicht stressen
  3. Achtung vor Fakeshops
  4. Sonstige Kostenfallen
  5. Rücktrittsrechte

Auftakt

Der Singles Day am 11. November läutet die „Preisschlacht“ ein. Erst seit wenigen Jahren hat sich der ursprünglich aus China stammende „Tag“ auch bei uns durchgesetzt. Die asiatische Verkaufsplattform Alibaba setzt allein an dem einen Tag im Jahr mehr als 30 Milliarden Dollar um. Amazon und immer mehr europäische Onlineanbieter als auch heimische Händler vermarkten den Singles Day auch immer stärker.

Es wird immer länger

Weiter geht's mit dem Black Friday am 25. November, der das Cyber Weekend einläutet, woraufhin der Cyber Monday am 28. November folgt. Und der läutet wiederum die Cyber Week ein. Im Endeffekt reden wir also schon lange nicht mehr von nur einem Freitag voll Rabatten, sondern von fast einem halben Monat, in dem verlockende Angebote auf uns einprasseln. Was folgt, ist der nahtlose Übergang ins Weihnachtsgeschäft. Doch nicht alles, was glänzt, ist Gold. Mit unseren Tipps können Sie sich vor unüberlegten Käufen und Rabattfallen schützen.

Tipps: Darauf sollten Sie achten

1. Preise vergleichen

Lassen Sie sich von besonders „großzügigen“ Rabatten nicht in die Irre führen. Diese gehen oft nicht vom Marktpreis aus, sondern vom unverbindlichen Herstellerrichtpreis. Beobachten Sie deshalb gerade bei teuren Produkten die Preise über einen längeren Zeitraum und vergleichen Sie Rabattangebote mit Preissuchmaschinen wie etwa geizhals.at oder idealo.at.

Der angebotene Preis kann sich nach dem Verlauf in Suchmaschinen oder Webbrowsern richten. Steigen Sie deshalb am besten über verschiedene Geräte ein. Alle technikaffinen Schnäppchenjäger können sich übrigens mehr sparen, wenn sie nicht unbedingt das neueste Modell kaufen – auf Vorgänger- oder ältere Modelle beziehungsweise Versionen gibt es meist die größten Rabatte.

2. Lassen Sie sich nicht stressen

Zeitliche Countdowns, Meldungen wie „Nur noch 3 Stück verfügbar“ oder „streng limitiert“ etc. sind oft Tricks der Händler, um die Lager leer zu bekommen. Lassen Sie sich dadurch nicht unter Druck setzen, überlegen Sie, ob Sie das Produkt wirklich brauchen beziehungsweise kaufen wollen und vergleichen Sie (siehe Punkt 1).

3. Achtung vor Fakeshops

Kriminelle haben in solchen Zeiten Hochkonjunktur. Sie machen sich Aktionstage zu nutze und bieten Produkte zu günstigen Preisen an, welche nur per Vorauskasse bezahlt werden können. Auf eine Lieferung wartet man dann oft vergebens und spätestens wenn man die Webpage des angeblichen Händlers danach nicht mehr findet, folgt das böse Erwachen. Wichtig ist daher immer:

  • Überprüfen Sie den Online-Shop auf ein vollständiges und fehlerfreies Impressum, AGBs und Widerrufs- und Rückgaberechte.
  • Achten Sie auf E-Commerce Gütezeichen, diese sprechen für einen seriösen Anbieter.
  • Klicken Sie auf das Gütezeichensymbol im Webshop. Öffnet sich keine Bestätigung des Zertifikats, ist es ein Fake.
  • Zahlen Sie nicht per Vorauskasse, sondern mit Lastschrift oder „Käuferschutz“. Wenn Sie mit Kreditkarte oder PayPal zahlen, achten Sie auf eine verschlüsselte Verbindung (https). Am sichersten ist grundsätzlich immer Kauf auf Rechnung.
  • Auf watchlist.at finden Sie einen Überblick über Fallen und Fakes.

4. Sonstige Kostenfallen

Hohe Versand- beziehungsweise Speditionskosten können die Freude über das Sonderangebot schnell zunichte machen. Immer gleich prüfen. Vorsicht ist aber vor allem bei Online-Käufen in Nicht-EU-Ländern geboten, denn dort gelten andere Gesetze. Hat man beim Kauf noch über das Schnäppchen gejubelt, fällt einem später die Kinnlade hinunter, wenn man die Forderung vom Zoll bekommt.

5. Rücktrittsrecht

Bei Onlinekäufen können Sie 14 Tage ab Erhalt der Ware vom Vertrag zurücktreten – ohne Angabe von Gründen. Das gesetzlich verankerte Rücktrittsrecht gilt allerdings nur in der EU! Nicht alles kann zurückgeschickt werden. Ausgenommen vom Rücktrittsrecht sind zum Beispiel Spezialanfertigungen, Konzertkarten, Hygieneartikel, entsiegelte Software-Produkte, Hotel- und Flugbuchungen.