Bauernregel: So wird das Wetter am Siebenbrüdertag
Am Freitag, dem 10. Juli, richtet sich der Blick vieler Wetterfans wieder auf eine alte Bauernregel. Der Siebenbrüdertag gilt im Volksglauben als wichtiger Lostag für den weiteren Verlauf des Sommers.
Die bekannteste Regel lautet: „Ist Siebenbrüder ein Regentag, so regnet’s noch sieben Wochen danach.“ Heuer sieht die Prognose aber deutlich freundlicher aus.
Siebenbrüdertag als Wetter-Lostag
Viele kennen vor allem den Siebenschläfertag am 27. Juni. Nach alter Überlieferung soll das Wetter an diesem Tag den Sommer über mehrere Wochen prägen.
Manche Wetterbeobachter sehen allerdings den Zeitraum rund um den 10. Juli als aussagekräftiger. Der Grund: Anfang Juli stabilisieren sich häufig die großräumigen Strömungsmuster, die das Wetter in Mitteleuropa beeinflussen.
So wird das Wetter am 10. Juli
Am Freitag dominiert eine nordwestliche Höhenströmung. Der Vormittag verläuft vielerorts weitgehend wolkenlos. Im Osten ziehen später ein paar harmlose Schichtwolken durch.
Im Bergland bilden sich im Tagesverlauf Quellwolken. Einzelne gewittrige Regenschauer sind möglich, am ehesten im Südwesten.
Der Wind weht schwach bis mäßig aus West bis Nord. Die Frühtemperaturen liegen zwischen 11 und 18 Grad, am Nachmittag werden sommerliche 25 bis 33 Grad erreicht.
Diese Regel kann alles ändern
Ganz eindeutig ist die alte Bauernregel aber nicht. Es gibt nämlich eine bekannte Ausnahme: den Lostag Apostelteilung am 15. Juli.
Dazu heißt es: „Ist Apostelteilung schön, so kann das Wetter der sieben Brüder gehn.“ Schönes Wetter am 15. Juli soll demnach eine zuvor ungünstige Siebenbrüder-Prognose wieder aufheben können.
Wissenschaftlich sind Bauernregeln nicht belastbar. Sie beruhen auf jahrhundertelangen Beobachtungen und gehören bis heute zum traditionellen Wetterwissen.