240.000 Todesfälle durch Feinstaub in Städten

In der EU sind 2020 rund 240.000 Menschen aufgrund der hohen Feinstaubbelastung vorzeitig gestorben.
Autor: Melanie Ogris, 24.11.2022 um 13:43 Uhr

Obwohl sich die Luftqualität in den EU-Staaten in den vergangenen Jahren verbessert habe, stellten Schadstoffe in der Luft noch immer eine der größten von der Umwelt ausgehenden Gesundheitsgefahren dar. Laut einem Bericht der EU-Umweltagentur (EEA) ist dieses Problem sogar einer der Hauptgründe für frühzeitige Todesfälle und Erkrankungen.

Krankheiten als Folge

Neben den rund 240.000 vorzeitigen Todesfällen aufgrund von Feinstaub waren nach Angaben der Umweltagentur 49.000 Todesfälle auf chronische Belastung mit Stickstoffdioxid sowie 24.000 auf die Belastung mit bodennahem Ozon zurückzuführen. Herzkrankheiten und Schlaganfälle seien am häufigsten die darauf zurückgehende Todesursache, gefolgt von Lungenkrebs und anderen Lungenkrankheiten.

Todesfälle reduzieren

Das Ziel der EU ist es, diese Zahl bis 2030 um 55 Prozent zu reduzieren. Dadurch, dass die Todesfälle zwischen 2005 und 2020 bereits um 45 Prozent zurückgegangen ist, könnte dieses Vorhaben tatsächlich erreicht werden. Das Ziel hatte die EU-Kommission im Rahmen ihres sogenannten European Green Deal ausgegeben. „Trotzdem sind weitere Anstrengungen nötig, um die Vision einer Null-Verschmutzung bis 2050 zu erreichen – das heißt die Luftverschmutzung auf ein Niveau zu senken, das nicht mehr als gesundheitsschädlich gilt“, heißt es im Bericht der EU-Agentur.