Linzer Start-up wird zum Runtastic der Musikwelt

Globaler Wachstumsschub für das in Linz entwickelte Gitarrenlern-App-Fretello nach neuen Partnerschaften mit Yamaha und Thomann, zwei Giganten der Musikindustrie.
Autor: Klaus Schobesberger, 24.11.2022 um 11:38 Uhr

Apple, Sony/ATV und EMI hat das Linzer Gitarrenlern-Start-up Fretello schon als Partner gewinnen. Nun hat das Unternehmen zwei weitere spektakuläre Kooperationen mit zwei globalen Giganten der Musikindustrie bekanntgegeben:  Der international führende Musikinstrumente-Hersteller Yamaha und der weltweit größte Online-Gitarrenhändler Thomann bieten beim Kauf einer Gitarre nun erstmals ein kostenloses Probeabo von Fretello an. „Die Partnerschaften  bringen uns unserer Vision einen großen Schritt näher. Gemeinsam ermöglichen wir motivierten Gitarreanfängern und Hobbykünstlern einen flexiblen Einstieg in das Instrument und begleiten sie langfristig. Fretello ist kein Ersatz für persönlichen Gitarrenunterricht, sondern eine perfekte Ergänzung“, sagt Florian Lettner, Mitgründer und CEO von Fretello.

Abo-Flut in den nächsten Monaten

Für seine globale Kampagne „Start Small – Dream Big“  holte Yamaha Fretello als weltweit einzigen Kampagnenpartner im Bereich Gitarre an Bord. Als Teil der Brand-Collaboration bekommen hundert-tausende Kunden nun erstmals ein kostenloses Probeabo zur Nutzung der Gitarrenlern-App beim Kauf einer Gitarre dazu. Auch der weltweit größte Online-Musikversandhändler Thomann, aus Deutschland, setzt seit kurzem auf die digitale Musiklernplattform von Fretello: Bei jedem Gitarrenkauf über den Onlineshop ist ab sofort ein kostenloses Probeabo von Fretello inkludiert. Erfahrungsgemäß entscheidet sich gut jeder zweite Kunde nach dem Probeabo, ein zahlender Kunde zu werden. 90 Prozent dieser Nutzer bleiben für mindestens ein Jahr oder länger dabei. In den kommenden Monaten rechnen die Gründer Florian Lettner und Wolfgang Damm mit monatlich bis zu 100.000 neu abgeschlossenen Abos – damit avanciert die Linzer App zu einem Runtastic der Musikwelt.

Umbruch in der Musikindustrie als Chance

Ausschlaggebend für die beiden strategischen Kooperationen ist der Umbruch bei der Musik-Ausbildung und das geänderte Verhalten von Nutzern seit der Corona-Pandemie. Immer mehr Musikschüler bevorzugen flexiblen und digitalen Musikunterricht. Folglich suchen auch Institutionen wie Musikschulen nun verstärkt nach digitalen Partnern. Beide Kooperationen tragen dieser Entwicklung und dem internationalen Wachstumskurs von Fretello Rechnung, dem mehrere millionenschwere Finanzierungsrunden vorausgehen. „Wir haben das Start-up bereits über ein paar Jahre verfolgt und dieses Jahr auch für ein Investment entschieden. Die Energie in der Zusammenarbeit ist großartig, wir träumen nicht nur groß, wir spielen nun auch mit großen Partnern auf der Weltbühne“, erklärt Berthold Baurek-Karlic, Präsident des European Super Angels Club und CEO von Venionaire Capital. 

Weltweit erstes voll-immersives Augmented Reality Musiklernerlebnis 

Fretello hat das weltweit erste Augmented-Reality Musiklernerlebnis entwickelt und ist die einzige Musiklern-App, die dem Lernenden Feedback in Echtzeit bietet – wie man es sonst nur von einem Gitarrenlehrer kennt. Dabei setzt die App auf einen Algorithmus, der Aspekte wie Tonhöhe, Tempo und Spieltechnik analysiert, den Gitarristen sowie das Instrument über die Frontkamera des Smartphones erkennt und sofort Feedback gibt. Ein Service, wie man es sonst nur mit einem persönlichen Lehrer hat. Der Content in der App wird ausschließlich von zertifizierten und didaktisch ausgebildeten Musikern erstellt. Lernmotivation durch Gamification und Songs aus den Katalogen von Sony und Kobalt zum Mitspielen ergänzen das systematische Konzept. Diese überlegte Methodik motiviert vor allem beginnende Gitarristen zum Dranbleiben. Seit der Gründung haben sich über ein Million Gitarristen bei Fretello registriert. Die App erfährt seit Jahren steigende Beliebtheit: Bereits 2019 wurde auch Apple auf Fretello aufmerksam und bewirbt die Produkte seither regelmäßig im App Store. Zukünftig hat die Gitarrenlern-App auch weitere Instrumente im Visier.