Weibliche Solidarität: RISE! in der Staatsoper
Inhalt
- Restlos ausverkauft
- Line-Up und Moderation
- Ausstellung im Feststiegen-Foyer
- Feministisches Statement
- Der Fanschal "Women United"
- Prominenz im Saal
Am Weltfrauentag öffnete sich eine der bekanntesten Kulturinstitutionen der Welt für eine Neuinszenierung des Themas Frau, Verbindung und Kunst. Die neue kulturpolitische Initiative – für Freiheit, Gleichberechtigung und Sichtbarkeit von Frauen – bezog dabei auch den gesamten Zuschauerraum musikalisch mit ein.
Initiiert und veranstaltet vom Verein MADITA, wurde dieses immersive, partizipative Veranstaltungsformat mit klarer gesellschaftlicher Wirkung vom Female Empowerment Think Tank VOICES produziert.
Restlos ausverkauft
Die Mischung aus Empathie, Lebensfreude und Optimismus ließ niemanden der knapp über 2.000 (hauptsächlich) Frauen ungerührt, darunter auch First Lady Doris Schmidauer. Das Line-up auf der Bühne wie auch im Publikum des bis auf den letzten Stehplatz ausverkauften Weltfrauentagsevents in der Wiener Staatsoper konnte sich sehen – und vor allem hören – lassen.
Line-Up und Moderation
Rachelle Jeanty, Christina Stürmer, Ilia Staple, Ella Feldmeier, Lidia Baich, Anika Vavić, Mariko Hara, Linda Spa, Vazista, Gospelproject und der International Girls Choir, Irina Dankevich, Julius Meisse, Bern Wagner und Johannes Weindl.
Souverän und charmant moderiert von Teresa Vogl und Lilian Klebow, die sich beide offensichtlich im Kreise von so vielen großartigen, starken, lauten Frauen und ein paar wenigen, aber nicht minder begeisterten Männern wohlfühlten. Für Musik und die richtige Stimmung im gesamten Opernhaus sorgten an diesem Tag auch die sympathische Singer Songwriterin Daniela Flickentanz und ein fantastisches Musiker-Duo aus dem Ensemble ALMA, Julia Lacherstorfer und Marie-Theres Stickler.
Ausstellung im Feststiegen-Foyer
Am Weltfrauentag 2026 rückte RISE! – Women’s Voices for Change in der Wiener Staatsoper nicht nur musikalisch sondern auch bildstark weibliche Perspektiven ins Zentrum: Im Rahmen der außergewöhnlichen Ausstellung ORIGO ALIA | another origin wurde im Foyer rund um die Feststiege eine kraftvolle eintägige Schau zeitgenössischer Künstlerinnen wie Katharina Cibulka, Michela Ghisetti, Soli Kiani, Barbara Moura, Alina Sokolova, Johanna Lakner, gezeigt. Mit raumgreifenden Skulpturen, eindringlichen Malereien und installativen Arbeiten eröffneten die beteiligten Künstlerinnen neue Bildwelten jenseits patriarchaler Ordnungssysteme. Die Ausstellung, kuratiert von Rosaura Cauchi und VOICES, transponierte die Staatsoper am 8. März zu einem Ort künstlerischer Selbstermächtigung.
Feministisches Statement
Zu sehen waren die raumfüllende Glasketten Skulptur UNUS MUNDUS von Michela Ghisetti, zwei Meter hohe Skulpturen Negin und Robina der iranischen Künstlerin Soli Kiani. Außerdem wurde das 12x6m große - SOLANGE OIS BLEIBT, WEILS OIWEI SCHO SO WOA, BIN I FEMINISTIN - Netz, von Künstlerin Katharina Cibulka, das die Kulturhauptstadt Europas 2024 in Bad Ischl/Salzkammergut eröffnet hat, als starkes feministisches Statement auf der Bühne der Wiener Staatsoper abgehängt.
Der Fanschal "Women United"
Ein Highlight des Events waren die von der Künstlerin Johanna Lakner kreierten Fanschals “WOMEN UNITED”. Lakner holte mit ihrer Kunstinstallation nicht nur die sieben Allegorien Statuen im Stiegenaufgang der Wiener Staatsoper in den Fanclub, sondern schaffte ein Gesamtkunstwerk. Der Fanschal, traditionell Ausdruck emotionaler Identifikation, Solidarität und gemeinsamer Haltung, wurde von ihr aus seinem ursprünglichen Kontext der Fußballstadien gelöst und neu aufgeladen. Ein visuelles und inhaltliches Statement für Sichtbarkeit, Zusammenhalt und die Stärke weiblicher Präsenz.
Prominenz im Saal
Doris Schmidauer, Natalie Amiri (deutsche Journalistin und Nahost Expertin), Cindy Podlucky (Ö3 Moderatorin), Alexandra Winkler (Hotel Sacher), Billi Thanner (Künstlerin), Ida Essl (Model und Schauspielerin), Gertraud Auinger-Oberzaucher (Abgeordnete zum Nationalrat), Sigrid Krassnig (Staud’s), Parvin Razavi (Haubenköchin), Mag.a Silvia Angelo (Vorständin der ÖBB-Infrastruktur AG), Angelika Rosam (Falstaff), Kerstin Wagner (Deutsche Bahn), Katharina Cibulka (Künstlerin), Johanna Lakner (Künstlerin), Michela Ghisetti (Künstlerin), Barbara Moura (Künstlerin), Alina Sokolova (Künstlerin), Elham Hadian (Künstlerin), Ela Euler-Rolle (Journalistin), Melanie Zingl (Woman), Tanja Kanduth (L'Oréal de Luxe), Katya Lubchyik (Zielenski & Rozen), Bogdan Roščić (Direktor Wiener Staatsoper), Klaus Schwertner (Caritasdirektor der Erzdiözese Wien), Sebastian Haselsteiner, Danielle Spera (Kulturjournalistin) und Bettina Leidl (Direktorin MuseumsQuartier).“