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Blick in die Staatsoper
Women United
Women United
Julia Oberhauser

Weibliche Solidarität: RISE! in der Staatsoper

11.03.2026 um 15:22, Andrea Schröder
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„RISE! – Women’s Voices for Change“, feierte am 8. März 2026 in der Wiener Staatsoper eine umjubelte Premiere. Musik, Moderation und Kunst: ein Gesamtkunstwerk.

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Am Weltfrauentag öffnete sich eine der bekanntesten Kulturinstitutionen der Welt für eine Neuinszenierung des Themas Frau, Verbindung und Kunst. Die neue kulturpolitische Initiative – für Freiheit, Gleichberechtigung und Sichtbarkeit von Frauen – bezog dabei auch den gesamten Zuschauerraum musikalisch mit ein. 

Initiiert und veranstaltet vom Verein MADITA, wurde dieses immersive, partizipative Veranstaltungsformat mit klarer gesellschaftlicher Wirkung vom Female Empowerment Think Tank VOICES produziert.

Gruppenbild
Mitwirkende und Schirmherrin: Rachelle Jeanty, Yvonne Poul, Christina Stürmer, Doris Schmidauer, Gina Eitelbös, und Lidia Baich

Restlos ausverkauft

Die Mischung aus Empathie, Lebensfreude und Optimismus ließ niemanden der knapp über 2.000 (hauptsächlich) Frauen ungerührt, darunter auch First Lady Doris Schmidauer. Das Line-up auf der Bühne wie auch im Publikum des bis auf den letzten Stehplatz ausverkauften Weltfrauentagsevents in der Wiener Staatsoper konnte sich sehen – und vor allem hören – lassen.

Blick von der Bühne ins Publikum
Christina Stürmer on stage in der Staatsoper

Line-Up und Moderation

Rachelle Jeanty, Christina Stürmer, Ilia Staple, Ella Feldmeier, Lidia Baich, Anika Vavić, Mariko Hara, Linda Spa, Vazista, Gospelproject und der International Girls Choir, Irina Dankevich, Julius Meisse, Bern Wagner und Johannes Weindl. 

Souverän und charmant moderiert von Teresa Vogl und Lilian Klebow, die sich beide offensichtlich im Kreise von so vielen großartigen, starken, lauten Frauen und ein paar wenigen, aber nicht minder begeisterten Männern wohlfühlten. Für Musik und die richtige Stimmung im gesamten Opernhaus sorgten an diesem Tag auch die sympathische Singer Songwriterin Daniela Flickentanz und ein fantastisches Musiker-Duo aus dem Ensemble ALMA, Julia Lacherstorfer und Marie-Theres Stickler.

Gruppenbild auf der Bühne
Lilian Klebow, Natalie Amiri und Teresa Vogl

Ausstellung im Feststiegen-Foyer

Am Weltfrauentag 2026 rückte RISE! – Women’s Voices for Change in der Wiener Staatsoper nicht nur musikalisch sondern auch bildstark weibliche Perspektiven ins Zentrum: Im Rahmen der außergewöhnlichen Ausstellung ORIGO ALIA | another origin wurde im Foyer rund um die Feststiege eine kraftvolle eintägige Schau zeitgenössischer Künstlerinnen wie Katharina Cibulka, Michela Ghisetti, Soli Kiani, Barbara Moura, Alina Sokolova, Johanna Lakner, gezeigt. Mit raumgreifenden Skulpturen, eindringlichen Malereien und installativen Arbeiten eröffneten die beteiligten Künstlerinnen neue Bildwelten jenseits patriarchaler Ordnungssysteme. Die Ausstellung, kuratiert von Rosaura Cauchi und VOICES, transponierte die Staatsoper am 8. März zu einem Ort künstlerischer Selbstermächtigung. 

Feministisches Statement

Zu sehen waren die raumfüllende Glasketten Skulptur UNUS MUNDUS von Michela Ghisetti, zwei Meter hohe Skulpturen Negin und Robina der iranischen Künstlerin Soli Kiani. Außerdem wurde das 12x6m große - SOLANGE OIS BLEIBT, WEILS OIWEI SCHO SO WOA, BIN I FEMINISTIN - Netz, von Künstlerin Katharina Cibulka, das die Kulturhauptstadt Europas 2024 in Bad Ischl/Salzkammergut eröffnet hat, als starkes feministisches Statement auf der Bühne der Wiener Staatsoper abgehängt. 

Blick von oben
Kunstinstallation Barvinskyi Gallery: riesige Ketten im Foyer der Staatsoper

Der Fanschal "Women United"

Ein Highlight des Events waren die von der Künstlerin Johanna Lakner kreierten Fanschals “WOMEN UNITED”. Lakner holte mit ihrer Kunstinstallation nicht nur die sieben Allegorien Statuen im Stiegenaufgang der Wiener Staatsoper in den Fanclub, sondern schaffte ein Gesamtkunstwerk. Der Fanschal, traditionell Ausdruck emotionaler Identifikation, Solidarität und gemeinsamer Haltung, wurde von ihr aus seinem ursprünglichen Kontext der Fußballstadien gelöst und neu aufgeladen. Ein visuelles und inhaltliches Statement für Sichtbarkeit, Zusammenhalt und die Stärke weiblicher Präsenz.

Gruppenbild
Rachelle Jeanty inmitten der Women UNited-Fanschals

Prominenz im Saal

Doris Schmidauer, Natalie Amiri (deutsche Journalistin und Nahost Expertin), Cindy Podlucky (Ö3 Moderatorin), Alexandra Winkler (Hotel Sacher), Billi Thanner (Künstlerin), Ida Essl (Model und Schauspielerin), Gertraud Auinger-Oberzaucher (Abgeordnete zum Nationalrat), Sigrid Krassnig (Staud’s), Parvin Razavi (Haubenköchin), Mag.a Silvia Angelo (Vorständin der ÖBB-Infrastruktur AG), Angelika Rosam (Falstaff), Kerstin Wagner (Deutsche Bahn), Katharina Cibulka (Künstlerin), Johanna Lakner (Künstlerin), Michela Ghisetti (Künstlerin), Barbara Moura (Künstlerin), Alina Sokolova (Künstlerin), Elham Hadian (Künstlerin), Ela Euler-Rolle (Journalistin), Melanie Zingl (Woman), Tanja Kanduth (L'Oréal de Luxe), Katya Lubchyik (Zielenski & Rozen), Bogdan Roščić (Direktor Wiener Staatsoper), Klaus Schwertner (Caritasdirektor der Erzdiözese Wien), Sebastian Haselsteiner, Danielle Spera (Kulturjournalistin) und Bettina Leidl (Direktorin MuseumsQuartier).“

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