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Mann im grauen Anzug vor einer hellgrauen Wand
Gerald Fleischmann, Generaldirektor der Volksbank Wien AG und Sprecher des Volksbanken-Verbundes
Gerald Fleischmann, Generaldirektor der Volksbank Wien AG und Sprecher des Volksbanken-Verbundes
Joachim Haslinger

Volksbanken steigern Ergebnis um 29 Prozent

21.08.2026 um 11:30, Weekend Redaktion
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Der Volksbanken Verbund legt im ersten Halbjahr 2026 beim Ergebnis vor Steuern kräftig zu. Auch die Volksbank Wien wächst bei Einlagen und Krediten.

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Der Volksbanken Verbund hat im ersten Halbjahr 2026 deutlich mehr verdient. Das Ergebnis vor Steuern stieg gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 28,6 Prozent auf 99,7 Millionen Euro. Gleichzeitig legten sowohl die Kundeneinlagen als auch die Ausleihungen zu.

„Das erfreuliche Halbjahresergebnis unterstreicht die Stabilität des Volksbanken Verbundes“, erklärt Gerald Fleischmann, Generaldirektor der Volksbank Wien und Sprecher des Volksbanken Verbundes. Als regional ausgerichtete Bankengruppe wolle man weiterhin vor allem die heimische Wirtschaft finanzieren.

Unsere besondere Qualität liegt in der regionalen Verankerung und im klaren Fokus auf den heimischen Standort.

Gerald Fleischmann, Generaldirektor der Volksbank Wien AG und Sprecher des Volksbanken-Verbundes

Ergebnis vor Steuern steigt deutlich

Der Zinsüberschuss erhöhte sich im ersten Halbjahr um 3,6 Prozent auf 298,2 Millionen Euro. Der Provisionsüberschuss wuchs um 1,6 Prozent auf 148,9 Millionen Euro. Zuwächse gab es dabei vor allem im Wertpapier und Depotgeschäft sowie im Girogeschäft und Zahlungsverkehr.

Deutlich zurück gingen die Risikovorsorgen. Während dafür im ersten Halbjahr 2025 noch 67,3 Millionen Euro verbucht wurden, waren es heuer 7,5 Millionen Euro.

Das Ergebnis nach Steuern lag mit 81,7 Millionen Euro dennoch um 2,8 Prozent unter dem Vorjahreswert. Grund dafür ist laut Volksbanken Verbund ein positiver einmaliger Steuereffekt, der das Ergebnis im ersten Halbjahr 2025 erhöht hatte.

Einlagen und Ausleihungen legen zu

Auch im Kundengeschäft verzeichnete der Bankenverbund Wachstum. Die Kundeneinlagen erhöhten sich seit Jahresende um 326,2 Millionen Euro beziehungsweise 1,4 Prozent auf 23,9 Milliarden Euro.

Die Ausleihungen stiegen im gleichen Zeitraum um 186,8 Millionen Euro oder 0,8 Prozent auf 23,8 Milliarden Euro. Nach Angaben von Fleischmann werden mehr als 95 Prozent der Finanzierungen des Verbundes in Österreich vergeben.

Volksbank Wien wächst im Kundengeschäft

Bei der Volksbank Wien erhöhten sich die Kundeneinlagen seit Ende 2025 um 176,2 Millionen Euro auf 6,9 Milliarden Euro. Die Forderungen an Kunden stiegen um 112,5 Millionen Euro auf 6,4 Milliarden Euro.

Der Provisionsüberschuss legte um 2,1 Prozent auf 40,4 Millionen Euro zu. Beim Zinsüberschuss ging es dagegen um 4,5 Prozent auf 61,3 Millionen Euro nach unten.

Unter dem Strich erzielte die Volksbank Wien im ersten Halbjahr ein Ergebnis vor Steuern von 29,5 Millionen Euro. Nach Steuern blieben 27,1 Millionen Euro. Auch hier beeinflusst der Wegfall des positiven Steuereffekts aus dem Vorjahreszeitraum den Vergleich.

Konjunktur erholt sich langsam

Die Zahlen fallen in eine Phase vorsichtiger wirtschaftlicher Erholung. Österreichs Wirtschaftsleistung stieg laut Statistik Austria im ersten Quartal 2026 gegenüber dem Vorquartal um 0,2 Prozent und im Jahresvergleich um 0,9 Prozent.

Für das Gesamtjahr gehen die Prognosen allerdings auseinander. Das WIFO erwartet ein reales Wachstum von 0,9 Prozent, das IHS von 0,8 Prozent. Die Oesterreichische Nationalbank rechnet mit 0,6 Prozent. Als Unsicherheitsfaktor gelten weiterhin vor allem die geopolitischen Entwicklungen und ihre möglichen Auswirkungen auf Energiepreise und Konjunktur.

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