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Paketzusteller mit rotem Polo und rotem Kapperl mit zwei Paketen vor einem gelben Hintergrund
Die geplante Paketsteuer könnte Online-Bestellungen in Österreich künftig deutlich verteuern.
Die geplante Paketsteuer könnte Online-Bestellungen in Österreich künftig deutlich verteuern.
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Paketsteuer verteuert Online-Shopping

19.05.2026 um 15:23, Weekend Redaktion
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Die geplante Paketsteuer soll Online-Bestellungen verteuern und könnte laut Handelsverband jährlich 280 Millionen Euro Mehrkosten bringen.

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Die geplante Paketsteuer sorgt in Österreich für heftige Kritik. Ab 1. Oktober soll auf Pakete von großen Marktplätzen und Webshops eine nationale Abgabe von zwei Euro eingehoben werden. Betroffen wären unter anderem Plattformen wie Amazon, Zalando, Ebay, Temu oder Otto. Der österreichische Handelsverband warnt nun vor massiven Folgen für Konsumenten und heimische Händler.

Warum die Paketsteuer für Kritik sorgt

Laut Handelsverband würde die neue Abgabe den Online-Einkauf in Österreich deutlich verteuern. Die Mehrkosten würden aufgrund der geringen Margen im E-Commerce direkt an die Kunden weitergegeben werden. Das Finanzministerium rechnet selbst mit zusätzlichen Belastungen von rund 280 Millionen Euro pro Jahr.

Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbands, kritisiert vor allem die fehlende Entlastung für Haushalte. Während die geplante Mehrwertsteuersenkung auf Grundnahrungsmittel durchschnittlich rund sechs Euro pro Monat sparen soll, würden Konsumenten durch die Paketsteuer nahezu denselben Betrag wieder verlieren.

Porträt
Rainer Will, Geschäftsführer Handelsverband

Ein durchschnittlicher österreichischer Haushalt wird durch die Mehrwertsteuersenkung rund sechs Euro im Monat sparen und durch die neue Paketabgabe sechs Euro draufzahlen. Das ist klassische Linke-Tasche-rechte-Tasche-Politik. Unterm Strich null Entlastung, aber ein massiver bürokratischer Mehraufwand für die betroffenen Händler und die Behörden.

Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbands

Jede zweite Online-Bestellung betroffen

Besonders brisant: Laut Handelsverband wäre künftig mindestens jede zweite Online-Bestellung in Österreich von der neuen Paketabgabe betroffen. Die größten Online-Marktplätze vereinen mittlerweile mehr als die Hälfte der heimischen E-Commerce-Umsätze.

Auch viele österreichische Händler wären betroffen. Rund 4.000 heimische Webshops verkaufen über große Plattformen und würden damit ebenfalls unter die neue Regelung fallen. Kritiker sehen darin eine zusätzliche Belastung für Unternehmen, die in Digitalisierung und Onlinehandel investiert haben.

Handelsverband warnt vor Nachteilen für Österreich

Der Handelsverband spricht von einer Innovationsbremse für den Wirtschaftsstandort Österreich. Während andere Länder digitale Geschäftsmodelle fördern würden, besteuere Österreich laut Kritikern ausgerechnet die Zukunft des Handels.

Zudem gebe es erhebliche rechtliche Bedenken gegen die geplante Paketsteuer. Mehrere Jurist:innen halten die Abgabe laut Handelsverband möglicherweise für europarechtswidrig. Diskutiert werden unter anderem Verstöße gegen die Warenverkehrs- und Dienstleistungsfreiheit innerhalb der EU.

Paketsteuer könnte Onlinehandel verändern

Die Diskussion um die Paketsteuer dürfte in den kommenden Monaten weiter an Fahrt aufnehmen. Händler warnen vor steigenden Preisen, zusätzlicher Bürokratie und einem Wettbewerbsnachteil für österreichische Unternehmen. Ob die geplante Abgabe tatsächlich wie vorgesehen umgesetzt wird, bleibt jedoch offen.

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