Sommer 2026: Wiener Kultbad muss zusperren
Die Freibadsaison in Wien startet im Mai – doch der 17. Bezirk steht diesen Sommer vor einer ungewöhnlichen Situation. Wegen dringender und umfangreicher Sanierungen und der daraus resultierenden Schießung im Jörgerbad sowie der anhaltenden Schließung des Bades Neuwaldegg bleibt Hernals in der heißen Jahreszeit komplett ohne Bademöglichkeit.
Umfangreiche Sanierung im Jörgerbad
Ab dem 6. Juli 2026 müssen Badegäste im 17. Bezirk starke Nerven beweisen. Die Stadt Wien hat angekündigt, das über 100-jährige Jörgerbad umfassend zu modernisieren. Laut der MA 44 (Bäder) stehen umfangreiche Energiesparmaßnahmen und Instandsetzungen auf dem Plan. Neben der Badewassertechnik, der Lüftung und Sanitäranlagen müssen vor allem aufwendige Arbeiten am Dach der Schwimmhalle erfolgen. Die Holzschalung der Decke sowie die gesamte Dachkonstruktion werden erneuert, weshalb das Freibad den ganzen Sommer über geschlossen bleibt und auch Halle sowie Sauna Anfang Juli schließen.
Bad Neuwaldegg bleibt weiterhin geschlossen
Die Situation im Bezirk wird durch das zweite große Ausweichziel weiter verschärft: Das Bad Neuwaldegg bleibt auch in dieser Saison geschlossen. Die Gutsverwaltung Dornbach ist derzeit auf der Suche nach einem neuen Betreiber. Marcus Korn betont gegenüber MeinBezirk, dass man die Entscheidung nicht überstürzen will, befindet sich aber bereits in „vertiefenden Gesprächen mit mehreren Interessenten“. Bei einer zeitnahen Vertragsunterzeichnung könnten nach notwendigen Sanierungsarbeiten die Tore möglicherweise 2027 wieder geöffnet werden.
Ausweichen in andere Wiener Bezirke
Da Hernals vorübergehend keine geöffneten Bäder im Bezirk aufweist, müssen die Bewohner auf Alternativen in der direkten Nachbarschaft zurückgreifen. Als offizielle Ausweichmöglichkeiten für die Sommerhitze stehen unter anderem das Kongressbad in Ottakring sowie das Schafbergbad in Währing zur Verfügung.