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Drei Männer und zwei Frauen sitzen Vor einer Videoleinwand am Podium und diskutieren
Expertenrunde diskutierte über die Entwicklung im österreichischen Einzelhandel.
Expertenrunde diskutierte über die Entwicklung im österreichischen Einzelhandel.
Katharina Schiffl

Handelsflächenforum: So verändert sich der Handel

21.09.2026 um 12:20, Rudolf Grüner
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Beim Handelsflächenforum 2026 diskutierte die Branche, wie attraktive Standorte, neue Erlebnisse und Technologie Kunden zurück in die Geschäfte bringen.

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Mehr als 200 Gäste aus Handel, Immobilienwirtschaft, Technologie und Politik kamen am 17. September im "Reaktor" zusammen. Bei der zweiten Ausgabe des Handelsflächenforums drehte sich unter dem Motto „Shops, Stores & Spaces“ alles um die Zukunft des stationären Handels. Im Mittelpunkt standen neue Nutzungskonzepte, veränderte Kundenerwartungen und die Frage, wie aus Verkaufsflächen attraktive Orte werden.

Innenstädte müssen mehr bieten

Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will sieht vor allem lebendige und gut erreichbare Standorte als Schlüssel zum Erfolg. Interessant dabei: Gerade die junge Generation zieht es regelmäßig in die Einkaufsstraßen. Nach Angaben des Handelsverbands besuchen 76 Prozent der Gen Z mindestens einmal pro Monat innerstädtische Einkaufsstraßen. Bei den Millennials sind es 63 Prozent, bei der Gen X 48 Prozent und bei den Babyboomern 38 Prozent.

Vom Einkauf zum Erlebnis

Wie stark sich die Erwartungen verändern, zeigte auch Marc Schumacher, Gründer des Silent Knowledge Institute. Für ihn gewinnen Erlebnisse gegenüber dem reinen Besitz zunehmend an Bedeutung. Diese Entwicklung verändert auch den Handel: Geschäfte werden stärker zu Orten, an denen Marken unmittelbar erlebt werden können. "Offline ist der neue Treiber für die Relevanz der eigenen Marke", brachte Schumacher seine Einschätzung auf den Punkt.

Staatssekretärin Elisabeth Zehetner (ÖVP) widmete sich in ihrer Keynote der Rolle lebendiger Handelsflächen für Städte und Regionen. Sie sprach sich unter anderem für weniger bürokratische Hürden für den stationären Handel und eine Liberalisierung der Öffnungszeiten in Wien aus.

Bestehende Flächen neu denken

Wie viel Potenzial bereits vorhandene Standorte bieten, diskutierten Romina Jenei von RegioPlan, Marc Andreas Carls von Takko Fashion, Leo Lugner von der Wirtschaftskammer und Peter Schaider vom Auhof Center. Dabei ging es um Revitalisierung, neue Nutzungsmöglichkeiten und die Herausforderung, bestehende Flächen an aktuelle Bedürfnisse anzupassen.

Doch nicht nur auf der Verkaufsfläche tut sich einiges. Beiträge zu modernen Sicherheitslösungen, Intralogistik und neuen Technologien zeigten, wie viele Prozesse hinter einem gelungenen Einkaufserlebnis stecken. In der Innovation Session reichten die präsentierten Ansätze von KI-gestützter Planung und Kundenanalyse über digitales Parkraummanagement bis zu Social-Media-Konzepten.

Awards und Austausch

Zum Abschluss wurden beim Handelsflächenforum auch „Österreichs Händler des Jahres 2026“ sowie die besten Shoppingcenter und Fachmarktzentren mit dem Award of Excellence ausgezeichnet. Der Preis für die beste Shopping Mall Österreichs ging heuer zum zweiten Mal nach 2020 an das Neukauf Spittal an der Drau, gefolgt vom eo Center Oberwart und dem Varen Vöcklabruck. Als bestes Fachmarktzentrum wurde Shopping Haidäcker Park Eisenstadt ausgezeichnet. Die Retail Rallye und das anschließende Networking boten danach Gelegenheit, Ideen zu vertiefen und Kontakte zu knüpfen.

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