110.000 Besucher bei den Wiener Elektrotagen

Premiere für die große Elektromobilitäts-Show am Wiener Rathausplatz mit starkem Festivalcharakter.
Autor: Rudolf Grüner, 20.06.2022 um 12:45 Uhr

Wie fahren wir in Richtung Zukunft? Und wie schaffen wir bestmöglich die Elektromobilitätswende – ohne dabei aus der Kurve zu fliegen? Fünf Tage lang lieferten Automobilentwickler und Mobilitäts-Forscher in der Wiener City Antworten. Hersteller luden ein, die neuesten Modelle in Augenschein zu nehmen. Ins Schaufester stellten die Veranstalter auch alle Updates zur Energie- und Ladeinfrastruktur.

Profis und Promis machen Tempo

Nicht nur Tausende Besucher, die sich auf den neuesten Stand von Technik und Design bringen ließen, standen unter Strom. Das Tempo, mit der sich die Auto- und Zweiradbranche verändert, befeuerte auch die Diskussionsrunden. Dabei am Prüfstand: batterieelektrische Lösungen, neue Mobilitätsmodelle – im Bereich Sharing und moderner Auto-Abokultur – sowie die digitalen Road-Revolution. Aber auch politisch-ökolgischen und gesellschaftsrelevanten Fragen wich man nicht aus. Dabei wurden heiße Eisen wie die Individualmobilität aber auch die Produktutionsmethoden der Batterien – und ihr mögliches zweites Leben – angefasst.

Gut besucht war auch ein VIP-Event im Arkadenhof des Wiener Rathauses. 350 Gäste lauschten einer illustren wie kompetenten Runde aus Politik (darunter Bundesministerin Leonore Gewessler) und Wirtschaft. Die Grundsatzrede hielt der extra angereiste Herbert Diess, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG.

Auch Vertreter aus dem Kulturfach fahren mittlerweile auf Elektromobilität ab. Bestes Beispiel ist Cornelius Obonya: „Ich fahre ein Elektroauto, weil dies mein Beitrag ist, unsere Natur und Umwelt zu schützen“, sagte der Schauspieler auf der Bühne am Rathausplatz. „Auf der Straße zu gleiten ohne Lärm, Motorengeräusche und Abgase, die man in die Luft bläst, ist ein völlig neues, wunderbares Gefühl.“ In E-Laune waren auch Promis wie Marion Mitterhammer, Harry Prünster, Martina Reuter, Starkoch Paul Ivic, Stanglwirt Johannes Hauser und E-Boot-Designer Martin Mai.

Benefizkonzert für die Ukraine

Fünf Tage lang gab es nicht zur vieles zu sehen, sondern auch zu hören: James Cottriall, sowie die Fortmationen Alle Achtung, Plus und Zweikanalton lieferten den passenden Festival-Sound zur Info-Show. Highlight war ein Benefizkonzert unter dem Motto „Life Will Win“, das 20.000 Fans auf den Platz lockte. Präsident Selenskyj begrüßte die Besucher mit einer Videobotschaft aus Kiew. On stage gaben u. a. César Sampson oder King & Potter Gas.

Zufriedene Bilanz

Andreas Martin, Veranstalter der Wiener Elektrotage, zog zufrieden Bilanz.  „Mehr als 110.000 Besucherinnen und Besucher in fünf Tagen sind der Garant, dass wir mit unserem Eventformat auf die richtige Karte gesetzt haben.“ Lob gab es auch seitens des Verbandes der Österreichischen Automobilimporteure in der Industriellenvereinigung. Christian Pesau: „Mit den Wiener Elektrotagen ist es gelungen, die Elektromobilität in allen ihren Facetten umfassend und markenneutral für ein breites Publikum darzustellen.“