Wien verschärft Maßnahmen: Alkoholverbot wird ausgeweitet
- Alkoholverbot in Wien: Was jetzt konkret gilt
- Schutzzone und Sicherheitsoffensive um Fritz-Imhoff-Park und Gumpendorferstraße
- Gumpendorfer Straße im Visier
- Stadt Wien baut Suchthilfe aus
Wien setzt neue Maßnahmen gegen Drogenkriminalität und Unsicherheit im öffentlichen Raum. Ab dem 8. Mai gilt rund um den Westbahnhof ein Alkoholverbot. Die Stadt reagiert damit auf Konflikte und ein gestiegenes Unsicherheitsgefühl an stark frequentierten Orten.
Alkoholverbot in Wien: Was jetzt konkret gilt
Das Alkoholverbot betrifft den gesamten öffentlichen Raum rund um den Westbahnhof, ausgenommen Gastronomiebetriebe. Laut Stadt Wien ist die Zahl der Alkoholkonsumenten zwar „überschaubar“, dennoch könne das Verhalten einzelner zu Konflikten führen und Passanten verunsichern.
Bereits bestehende Alkoholverbotszonen in Wien gibt es am Praterstern und am Franz-Jonas-Platz. Mit dem Westbahnhof kommt nun ein weiterer zentraler Verkehrsknotenpunkt hinzu.
Schutzzone und Sicherheitsoffensive um Fritz-Imhoff-Park und Gumpendorferstraße
Parallel zum Alkoholverbot richtet Wien rund um den Fritz-Imhoff-Park eine Schutzzone ein. Ziel ist es, den Drogenhandel im Bereich der U6-Station Gumpendorfer Straße einzudämmen und insbesondere Minderjährige zu schützen. Die Polizei kann in dieser Zone schneller Betretungsverbote aussprechen. Gleichzeitig bleibt der Zugang zu Suchthilfe-Angeboten bestehen.
Häufigere Reinigung, mehr Entsorgungsmöglichkeiten für Spritzen und eine geplante Nachtsperre durch einen zusätzlichen Zaun sollen die Sicherheit im Fritz-Imhoff-Park erhöhen.
Gumpendorfer Straße im Visier
Die Maßnahmen gehen über das Alkoholverbot hinaus. Rund um die Gumpendorfer Straße wird die Polizeipräsenz verstärkt, ein mobiler Container eingerichtet und Sicherheitsdienste ausgebaut. Zusätzlich wurden Sitzbänke entfernt, Durchgänge gesperrt und die Beleuchtung verbessert.
Stadt Wien baut Suchthilfe aus
Neben repressiven Maßnahmen baut Wien auch die Suchthilfe aus. Mobile Teams sollen verstärkt im öffentlichen Raum unterwegs sein und Suchtkranke sowie psychisch belastete Menschen unterstützen. Ziel ist eine engere Zusammenarbeit zwischen Polizei, Gesundheitsbehörden und Sozialarbeit.
Die Maßnahmen sind erst ein Anfang. Ob weitere Alkoholverbotszonen folgen, hängt von der Entwicklung der Sicherheitslage ab.