Haus brennt komplett ab – Familie rettet sich mit Kindern in letzter Sekunde
- Familie flüchtet durch Keller
- Löschwasser wird zur Herausforderung
- Feuerwehr verhindert Ausbreitung
- Haus komplett zerstört
- Mehrere Verletzte nach Einsatz
Ein dramatischer Brand in Wattens hat in der Nacht auf Mittwoch ein Wohnhaus am Vögelsberg vollständig zerstört. Als die Feuerwehr kurz nach Mitternacht eintrifft, steht das Gebäude bereits in Vollbrand. Auch zwei abgestellte Autos werden von den Flammen erfasst. Das Haus liegt abgelegen am Waldrand auf rund 1.200 Metern Seehöhe, was den Einsatz zusätzlich erschwert.
Familie flüchtet durch Keller ins Freie
Die Bewohner bemerken das Feuer in letzter Sekunde. Gegen 23.50 Uhr wird die 39-jährige Frau durch ein Knistern geweckt. Als ihr Mann nachsieht, schlagen ihm beim Öffnen der Tür bereits Flammen entgegen. Gemeinsam gelingt es dem Paar, mit den beiden Kleinkindern über den Kellerausgang ins Freie zu flüchten. Die Frau und die Kinder werden zur Kontrolle ins Krankenhaus Innsbruck gebracht.
Löschwasser wird zur größten Herausforderung
Der Brand in Wattens fordert die Einsatzkräfte massiv. Die abgelegene Lage macht die Löschwasserversorgung zum zentralen Problem. Wasser wird über mehrere Kilometer herangeführt, zusätzlich wird ein Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen eingerichtet. Rund 150 Einsatzkräfte stehen im Einsatz.
Feuerwehr verhindert Ausbreitung auf Wald
Besonders kritisch ist die Nähe zum Wald. Funkenflug und Hitze drohen, das Feuer weiter auszubreiten. Mithilfe einer Drohne überwachen die Einsatzkräfte das Gebiet laufend. Schließlich gelingt es, ein Übergreifen der Flammen auf den Wald und ein angrenzendes Gebäude zu verhindern.
Haus komplett zerstört, Ursache unklar
Trotz des Großeinsatzes kann das Wohnhaus nicht gerettet werden. Es brennt bis auf die Grundmauern nieder und ist unbewohnbar. Auch die beiden Fahrzeuge werden vollständig zerstört. Die betroffene Familie kommt vorübergehend bei Verwandten unter. Gegen 5.30 Uhr wird schließlich „Brand aus“ gegeben.
Mehrere Verletzte nach Einsatz
Neben der Familie müssen auch Einsatzkräfte medizinisch versorgt werden. Zwei Feuerwehrleute werden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert. Ihr Zustand gilt als stabil. Die genaue Ursache für den Brand in Wattens ist derzeit noch unklar.