Uni Innsbruck: Teilnehmer für Studie gesucht!

An der Medizin Uni Innsbruck beschäftigen sich mehrere Forschungsprojekte mit den Folgen der Covid-19-Pandemie auf die psychische Gesundheit in Tirol. Die Ergebnisse von zwei Befragungen, an denen über 1.000 TeilnehmerInnen aus Tirol und Südtirol teilgenommen haben, zeigen, dass sich rund 15 Prozent der Allgemeinbevölkerung als psychisch belastet einstufen. Ein wichtiger Schutzfaktor ist die Resilienz.

Neue Studie

„Diese innere Stärke und Fähigkeit zur Erholung und Aufrechterhaltung der Funktionsfähigkeit wirkt wie eine Art seelisches Immunsystem und hilft, Stress- bzw. Krisensituationen besser zu bewältigen“, erklärt Alex Hofer. „Diese seelische Widerstandsfähigkeit ist bei jedem Menschen unterschiedlich stark ausgeprägt, kann aber gestärkt und trainiert werden“, ergänzt Mark Spanner, Klinischer Psychologe und Mitarbeiter der neuen Resilienz-Studie.

200 Personen gesucht

Für dieses Forschungsprojekt, das gerade gestartet ist, werden rund 200 TeilnehmerInnen nach dem Zufallsprinzip aufgeteilt. Bei der einen Gruppe wird das Verfahren der „Progressiven Muskelentspannung“ angewandt. Diese wissenschaftlich bereits anerkannte Methode zielt auf die bewusste, willentliche Anspannung und Entspannung bestimmter Muskelgruppen ab. RASMUS („Resilienz durch Achtsamkeit, Selbst-Mitgefühl und Selbstfürsorge“) ist die zweite angewandte Methode. Die TeilnehmerInnen üben sich dabei in Form von Gruppentherapien in Achtsamkeit, erlernen einen liebevollen, mitfühlenden Umgang mit sich und anderen, bauen ihre Stressbewältigungskompetenzen aus und erfahren mehr über sich selbst und ihre Potentiale. Progressive Muskelentspannung und RASMUS werden als Live-Online-Trainings angeboten, dementsprechend ist eine Teilnahme in ganz Tirol möglich.

Die TeilnehmerInnen müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllen, beispielweise dürfen sie an keinem anderen Entspannungstraining teilnehmen, müssen über 18 Jahre alt sein und dürfen keine Vorerkrankung haben bzw. dürfen sich derzeit nicht in psychiatrischer, psychologischer oder psychotherapeutischer Behandlung befinden.

Interessierte können sich hier melden: https://sosci.i-med.ac.at/resilienz-tirol/?r=PR

Autor: Claudia Isaza-Montoya, 15.04.2022