Kekse backen und sich den Advent versüßen

Nadine Gassers Leidenschaft fürs Backen begann tatsächlich vor einigen Jahren mit der Weihnachtsbäckerei, wie sie uns gegenüber erzählt: „Ich fing an, meinen gesamten Freundes- und Bekanntenkreis zu Weihnachten mit meinen Keksen zu beschenken, ob sie wollten oder nicht.“ Im Jahr 2017 startete die junge Tirolerin ihre Ausbildung zur Konditormeisterin. Dabei ist sie hauptberuflich nach wie vor in einer anderen Branche tätig. „Ich glaube, diese Leidenschaft und Liebe zum Backen habe ich nur deshalb, da ich das Backen immer noch als Hobby sehe“, so die Konditormeisterin.

Zuckerbäckerin auf Umwegen. Ihre Ausbildung absolvierte sie auf dem zweiten Bildungsweg und neben einer Vollzeitbeschäftigung über die Wirtschaftskammer in Salzburg. „Nebenbei mal eine Konditorausbildung in Salzburg zu machen verlangte mir wirklich viel ab, aber die Freude und Begeisterung wurde mit jeder Unterrichtseinheit mehr“, so Nadine Gasser über ihren Bildungsweg. Den Meisterkurs absolvierte sie über das WIFI Tirol und schloss diesen heuer erfolgreich ab, wie sie uns weitererzählt: „Schließlich durfte ich auch trotz Corona-Jahr meinen heiß ersehnten Meisterbrief in meinen Händen halten.“

Kleine und feine Kekse bäckt Nadine Gasser von Naschkatz für besondere Genussmomente in der Weihnachtszeit.

Vom Hobby zur Naschkatz. Zur gleichen Zeit wurde auch die Idee zur „Naschkatz“ geboren: „Da ich mein Hobby auch vor dem Meisterabschluss schon mit Freunden und Bekannten teilen wollte, wollte ich all jene über eine Face-book-Seite teilhaben lassen“, so Gasser. Ihre Weihnachtsbäckerei ist ab dem ersten Advent erhältlich. Auf die Frage, was ihre Weihnachtsbäckerei besonders auszeichnet, antwortet sie uns: „Ich backe mit Liebe und Leidenschaft und ich glaube, das sieht und schmeckt man vor allem auch. Außerdem sind meine Kekse klein und fein, und ich glaube, dass das auch Auswirkungen auf den Geschmack und Genuss hat.“

Die Naschkatz zu Hause. Derzeit besteht die Möglichkeit die Kekse von Naschkatz über ihre Facebook- oder Instagram-Seite zu bestellen. Geboten werden neben besonders feinen Kreationen natürlich auch die beliebten Kekssorten, wie Vanillekipferl, Kokosbusserl, Zimtsterne, Florentiner und diverses Spritzgebäck. Auf die Frage, was denn ihre liebsten Kekssorten seien, antwortete uns die Konditormeisterin: „Ich liebe Kokos in allen Varianten, daher zählen Kokosbusserln, Bauernbrötchen und Kokos-Limetten-Konfekt zu meinen Lieblingskeksen.“

Mit Liebe gebacken von Nadine Gasser.

Tipps von der Zuckerbäckerin. Natürlich haben wir uns auch noch ein paar Tipps fürs Keksebacken geholt. Nadine Gasser verrät uns beispielsweise, dass beim Ausrollen des Teiges nicht zu viel Mehl verwendet werden sollte, da zu viel Mehl die Struktur des Teiges verändert. Auch beim Staubzucker sollte etwas Acht gegeben werden. Dieser sollte unbedingt gesiebt werden, da sonst Klumpen in den Keksen entstehen könnten. Auf die Frage Butter oder Margarine, lässt uns der Profi wissen: „Man schmeckt definitiv einen Unterschied, denn der Buttergeschmack in Keksen ist einmalig. Mit Margarine lässt sich der Teig aber wesentlich einfacher verarbeiten.“ Das Backen funktioniert am besten mit Heißluft. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass das Backrohr vorgeheizt ist. Da jedes Backrohr verschieden ist, handelt es sich bei den Zeitangaben um Richtlinien.Ein weiterer Tipp ist, die Kekse nach dem Backen sofort vom Blech zu nehmen, da diese auf dem heißen Backblech noch nachdunkeln. Schlussendlich haben wir uns erkundigt, welche Kekse am einfachsten zu machen sind. Darauf antwortete uns die leidenschaftliche Zuckerbäckerin: „Ich glaube, die Kekse, die man selbst am liebsten hat, gehen einem auch am einfachsten von der Hand, so ist es jedenfalls bei mir.“

Manfred Salmhofer bei der Herstellung der traditionellen Weihnachtsbäckerei in seiner Manufaktur in Seefeld.

Kekse backen im großen Stil. Neben der selbstständigen Jungkonditorin haben wir auch bei einer Traditionsmanufaktur nachgefragt. Manfred Salmhofer, Gründer der Mannis Baumkuchenmanufaktur, bäckt bereits seit dem sechsten Lebensjahr Kekse. In der Manufaktur in Seefeld kann man die Kekse seit 2001 erwerben. Die Weihnachtsbäckerei ist bereits seit Anfang Oktober bis 6. Jänner erhältlich.

Traditionelle Handarbeit. Die Kekse werden in traditioneller Handarbeit produziert. „Die Rezepturen meiner Kekse sind nach meinem Geschmack und nicht nach Bedürfnissen von Maschinen abgestimmt“, so Koch und Patissier Manfred Salmhofer. Die Manufaktur beliefert mit ihren Köstlichkeiten bisher hauptsächlich Gastronomiebetriebe. Seit Ende Oktober können nun auch Privatkunden süße Weihnachtsbäckereien auf www.keksmacherei.com vorbestellen.

 

Bei Mannis Baumkuchenmanufaktur in Seefeld werden alle Kekse durch sorgfältige Handarbeit hergestellt und das schmeckt man auch.

Kekse backen leicht gemacht. Bei der Frage, welche Kekssorten am beliebtesten sind, antwortet uns Salmhofer: „Zu Weihnachten auf jeden Fall Vanillekipferl, Linzer Augen und mit Schokolade gefüllte Kekse. Meine Mitarbeiter und ich können uns bei Vanilletalern, Mandelkeksen, Baumkuchenwürfeln und Florentiner nicht satt essen.“ Backneuligen gibt er folgende Tipps: „Auf jeden Fall nur kalte Butter und keine Margarine verwenden und den Teig so wenig wie möglich kneten und, entgegen so ziemlich aller Kochbücher, den Teig vor der Verarbeitung nicht kühlen.“ Die einfachsten Kekse lassen sich mit dem sogenannten 1-2-3-Teig backen: „1 Teil Staubzucker, 2 Teile Butter und 3 Teile Mehl, noch etwas mit Salz, Vanillezucker, Zitronen- oder Orangenschalen (beide nur Bio) veredeln. Pro 250 g Butter kann eventuell auch ein Dotter dazu gegeben werden“, empfiehlt uns der Patissier aus Seefeld. Damit steht dem Gelingen der Weihnachtsbäckerei nichts mehr im Weg.

Köstliche Weihnachtsbäckerei von Mannis Baumkuchenmanufaktur in Seefeld.
Autor: Sabrina Terschan, 09.12.2020