Cheerleader suchten in Innsbruck ihre Meister

Wenn hübsche Mädchen durch die Halle fliegen, unzählige Küsschen dem Publikum zugeworfen werden und das ansonsten eher ruhige USI-Areal in Innsbruck von ohrenbetäubenden Schlachtrufen aus der Sonntagsruhe geweckt wird, dann kann das nur eines bedeuten: Die Cheerleader suchen ihre Meister.
Autor: Alexandra Nagiller, 02.03.2015 um 11:39 Uhr

700 Fans ließen sich die offenen Cheerleader-Meisterschaften der Swarco Raiders in Innsbruck nicht entgehen. 240 Teilnehmer aus allen Altersklassen gaben ihr Können zum Besten, beeindruckten mit atemberaubenden Stunts und komplizierten Choreographien. Kein Wunder also, dass Mitorganisatorin Stefanie Rahm zufrieden Bilanz zog: „Heuer waren schon ein Wiener und ein Grazer Team dabei, wir wollen natürlich ein immer größeres Teilnehmerfeld für noch mehr Attraktivität. Die Kinder wollten gar nicht mehr von der Matte runter.“

Um das Cheerleading für die Athleten und die Fans noch attraktiver zu machen, griff der Tiroler Football-Verband tief in die Tasche. Ein eigener Mattenboden wurde für 9000 Euro angeschafft. Bisher musste dieser stets aus Wien ausgeliehen werden. Das zeige laut Rahm, dass die Zeiten, in denen ihre Sportart belächelt und nicht ernst genommen wurde, endgültig vorbei sind: „Seit Jänner 2015 ist Cheerleading eine anerkannte Sportart in Österreich. Das ist sehr wichtig.“

In Zukunft sollen die Pompons einem noch größeren Publikum präsentiert werden. „Wir wollen die Olympiahalle füllen“, verrät Raiders-Manager Peter Schwazer seine Vision. Dann hätten die hübschen Mädels noch mehr Platz zum Fliegen, Tanzen und Küsschenzuwerfen ...