"Reißt eine Lücke": Deutscher Spitzenpolitiker stirbt in Tirol
Der Parlamentarische Staatssekretär im deutschen Umweltministerium, Carsten Träger, ist im Alter von nur 52 Jahren verstorben. Der Vorfall ereignete sich während eines privaten Aufenthaltes in Tirol. Der erfahrene SPD-Politiker hinterlässt eine Ehefrau und zwei Töchter im Teenageralter.
Drama auf dem Stubaier Gletscher
Nach vorliegenden Informationen ereignete sich das Unglück am vergangenen Samstag. Carsten Träger war auf einer Piste am Stubaier Gletscher in Tirol unterwegs, als er plötzlich zusammenbrach. Er wurde umgehend in das Klinikum Innsbruck eingeliefert. Dort erlitt der 52-Jährige jedoch einen weiteren schweren Kollaps, bei dem jede Rettung zu spät kam. Die Nachricht, dass der beliebte Politiker tot ist, löste am Abend tiefe Bestürzung in seiner Heimat und in Regierungskreisen aus.
Politische Laufbahn und Verdienste
Der 1973 in Fürth geborene Carsten Träger war ein Vollblutpolitiker. Seit 2013 saß er für die SPD im Deutschen Bundestag. Nach der Bundestagswahl 2025 stieg er zum Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesumweltministerium auf. Die Umwelt und deren Schutz waren seine Lebensaufgabe. Er galt als Brückenbauer und leidenschaftlicher Kämpfer für soziale Gerechtigkeit, der fachliche Expertise mit menschlicher Wärme verband.
Bestürzung und Trauerbeflaggung in Berlin
Als Reaktion auf die Nachricht aus Tirol ordnete Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) für den Deutschen Bundestag in Berlin Trauerbeflaggung an. Ab Montag wird zudem ein Kondolenztisch für den verstorbenen Staatssekretär aufgestellt. Das Plenum des Bundestages wird dem Verstorbenen am kommenden Mittwoch in einer Gedenkstunde die letzte Ehre erweisen.
Stimmen zum Tod von Carsten Träger
Die Anteilnahme ist parteiübergreifend riesig. SPD-Fraktionschef Matthias Miersch zeigte sich tief erschüttert: „Sein Tod reißt eine Lücke, die nicht zu füllen ist.“ Auch in seiner Heimatstadt Fürth ist die Trauer groß. Oberbürgermeister Thomas Jung, ein langjähriger Wegbegleiter, würdigt ihn mit den Worten: „Carsten war ein richtig guter Mensch, manchmal fast zu gut für die Politik.“ Die bayerischen Landesvorsitzenden der Partei betonten zudem: „Träger war für viele von uns weit mehr als ein Kollege, er war Freund, Ratgeber und Vorbild.“