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Feuerwehr-Notruf 122 auf Einsatzfahrzeug – Symbolbild für Feuerwehreinsatz bei Wintereinbruch und Sturmschäden in Österreich
Die Feuerwehr stand nach dem Wintereinbruch in mehreren Bundesländern im Dauereinsatz – Sturmschäden, Unfälle und Stromausfälle sorgten für zahlreiche Einsätze.
Die Feuerwehr stand nach dem Wintereinbruch in mehreren Bundesländern im Dauereinsatz – Sturmschäden, Unfälle und Stromausfälle sorgten für zahlreiche Einsätze.
APA/THEMENBILD

Wintereinbruch: Massive Stromausfälle und Sturmschäden

27.03.2026 um 09:16, Jovana Borojevic & APA, Red
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Ein massiver Wintereinbruch hat mehrere Bundesländer getroffen. Feuerwehren standen im Dauereinsatz und tausende Haushalte waren ohne Strom.

Der Wintereinbruch hat in der Nacht auf Freitag im Burgenland, in Kärnten und der Steiermark für Probleme gesorgt. Während im Burgenland rund 100 Feuerwehreinsätze verzeichnet wurden, waren in Kärnten wegen Schäden an Stromleitungen rund 4.500 Haushalte ohne Strom. Hier gab es sogar Brände wegen umgestürzter Bäume, teilten die zuständigen Feuerwehren mit. Etwa 2.000 steirische Haushalte waren Freitagfrüh ebenfalls ohne Elektrizität.

Wintereinbruch sorgt für Chaos

Im Burgenland wurden zahlreiche Sturmschäden und kleinere Unfälle verzeichnet. Rund hundert Mal mussten die Feuerwehren bis 8.00 Uhr laut Landessicherheitszentrale ausrücken. Auf dem Sieggrabener Sattel (Bezirk Mattersburg) auf der Burgenland-Schnellstraße S 31 waren die Autofahrer auf Schneefahrbahn unterwegs, und eben dort krachten im Frühverkehr sieben Wagen ineinander. Drei Personen wurden leicht verletzt, hieß es zur APA.

Einsätze und Unfälle im Burgenland

Die Einsatzkräfte mussten vor allem Verkehrswege freiräumen, hängen gebliebene Fahrzeuge aus den Straßengräben ziehen oder Abdeckungen von Dächern sichern. Betroffen war vor allem der Landessüden, die meisten Einsätze wurden im Bezirk Oberwart verzeichnet.

Immer mehr Stromausfälle

Mit Stand Freitagfrüh waren in Kärnten rund 4.500 Haushalte ohne Strom, teilte Robert Schmaranz von Kärnten Netz auf APA-Anfrage mit. Betroffen waren vor allem die Bezirke Spittal an der Drau, St. Veit an der Glan und zuletzt auch Wolfsberg. Verzeichnet wurde eine steigende Tendenz - der Sturm hält also offenbar an. Und auch bei den Reparaturarbeiten gab es Verzögerungen: "Unsere Monteure sind ausgerückt, aber es ist gar nicht überall möglich zu arbeiten, weil es einfach zu gefährlich ist. Wir müssen schauen, wie sich die Lage entwickelt", so Schmaranz.

In Radenthein (Bezirk Spittal an der Drau) meldeten die Feuerwehren gleich zwei Brandeinsätze wegen Bäumen, die auf Hochspannungsleitungen gestürzt waren. Einzelne Verkehrsbehinderungen wegen umgestürzter Bäume wurden aus weiten Teilen Kärntens, auch aus dem Bezirk Völkermarkt, gemeldet.

Tausende Haushalte ohne Strom

In der Steiermark gab es Freitagfrüh ebenfalls Stromausfälle. Rund 100 Trafostationen und 2.000 Haushalte waren laut Energie Steiermark vor allem in der Oststeiermark betroffen. Ursache waren großteils umgestürzte Bäume aufgrund der starken Sturmböen mit Spitzen von bis zu 100 km/h. "Im Laufe des Tages kann es aufgrund der anhaltenden Wetterlage weiterhin zu Unterbrechungen kommen", wurde vorgewarnt.

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