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Pensionist überweist am Smartphone Geld
Ein 85-jähriger Grazer fiel im Juli 2023 einer Betrugsmasche zum Opfer.
Ein 85-jähriger Grazer fiel im Juli 2023 einer Betrugsmasche zum Opfer.
iStock.com/BUKET TOPAL

Love-Scam: "Soldatin" zockt Grazer Pensionisten ab

25.08.2023 um 08:55, Patrick Deutsch
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Liebesbetrug: In Graz wurde ein 85-Jähriger durch eine falsche Soldatin um ein Vermögen gebracht. Die Polizei warnt vor der perfiden Betrugsmasche.

Ein 85-jähriger Grazer wurde im Juli 2023 Opfer einer schweren Betrugsmasche. Der Pensionist fiel auf eine vermeintliche dänische Soldatin herein, die ihm eine Summe im sechsstelligen Bereich zukommen lassen wollte.

Geldpaket aus Bagdad

Der Mann stand jahrelang über WhatsApp in Kontakt mit einer Person, die sich als dänische Soldatin ausgab. Diese behauptete, sich in einem Militärlager in Bagdad aufzuhalten. Mit dem Versprechen, dem Mann ein Geldpaket im sechsstelligen Bereich zuzusenden, verleitete sie den 85-Jährigen dazu, hohe Geldsummen zu überweisen.

Überweisungen im fünfstelligen Bereich

Die vermeintliche Soldatin gab an, dass das Paket bei einer Behörde in Istanbul "hängengeblieben" sei. Um die Lieferung doch noch zu erhalten, leistete der Mann in zwei Vorgängen beträchtliche Summen im fünfstelligen Bereich an ein bislang unbekanntes Konto eines türkischen Bankinstitutes. Bei dem Grazer gingen zusätzlich Zahlungsaufforderungen einer Frachtfirma ein. Nachdem das Geldpaket bei dem Grazer nicht ankam und die Soldatin das Opfer erneut zur Zahlung aufforderte, erstattete der 85-Jährige am 22. August Anzeige bei der Polizei. Die Polizeiinspektion Graz-Liebenau ermittelt.

Präventions-Tipps

Die Polizei betont die Wichtigkeit von Vorsichtsmaßnahmen, um derartige Betrugsversuche frühzeitig zu erkennen und sich davor zu schützen:

  • Schützen Sie Ihre Identität im Netz: Jede preisgegebene Information kann von Betrügern gegen Sie verwendet werden.
  • Kein Austausch von persönlichen Medien: Fotos oder Videos könnten später zur Erpressung verwendet werden.
  • Treffen Sie Vorkehrungen: Ein erstes persönliches Treffen sollte immer von vorherigen Telefonaten begleitet werden und an öffentlichen Orten stattfinden.
  • Scheuen Sie sich nicht, Hilfe zu suchen: Wenn Sie glauben, Ziel eines Betruges zu sein, melden Sie dies sofort der Polizei.

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