"Grüne bremsen uns aus"

Die Corona-Krise hat die Autowirtschaft stark getroffen. Ist der Autohandel in Gefahr?
Klaus Edelsbrunner: Wir rechnen in diesem Jahr mit einem Rückgang von rund 25 Prozent im Neuwagen-Bereich. Aktuell ist die Nachfrage aber in Ordnung – die zwei Monate, die wir geschlossen haben mussten, können wir aber trotzdem nicht aufholen. Ein zusätzliches Problem sind im Moment die langen Lieferzeiten, da die Werke noch nicht auf 100 Prozent laufen. Ich bin mir sicher, dass wir die Auswirkungen von Corona auch 2021 noch spüren werden.   

Welche Maßnahmen sind jetzt notwendig?    
Klaus Edelsbrunner: Die Autoindustrie ist in der Steiermark nicht nur ein großer Wirtschaftsfaktor, sondern auch für viele Arbeitsplätze verantwortlich. Deshalb brauchen wir jetzt Unterstützung von der Politik. Durch die Regierungsbeteiligung der Grünen werden wir im Moment aber ziemlich ausgebremst.

Die Förderung für E-Autos wird aufgestockt. Ist das Ende des „Verbrenners“ da?
Klaus Edelsbrunner: Die Förderung ist ein gutes und wichtiges Signal. Aktuell ist es aber so, dass wir auch bei E-Fahrzeugen sehr lange Lieferzeiten haben. Das Ende des Verbrenners kann ich nicht sehen. Vor allem bei den Dieselfahrzeugen, die zuletzt so in der Kritik standen, ist es mittlerweile nämlich so, dass sie genauso sauber wie Benziner sind.

TIPP: Auch heuer findet am 24. und 25. September wieder „Mobilität mit Zukunft“ im Grazer Citypark statt. Die Besucher können dabei die faszinierende Welt der Elektro-Mobilität eintauchen und sich über den aktuellen Stand der Technik sowie die wichtigsten Themen rund um die Mobilität der Zunkunft informieren.

Autor: Patrick Deutsch , 29.07.2020