EuroSkills 2021: Die Bedeutung der Berufsmeisterschaften

Es wird gehämmert, gesägt, geschnitten, gemalt, gebacken und noch vieles mehr: Bei den EuroSkills, die gerade im Freizeitzentrum Schwarzl stattfinden, zeigen junge Fachkräfte aus der ganzen Welt, was sie draufhaben. Auch nationale und internationale Fachexperten, politische Entscheidungsträger, Repräsentanten verschiedener Bildungseinrichtungen und internationale Delegierte sind vor Ort, um sich die Bewerbe anzusehen und sich mit der „Future of Skills“ auseinanderzusetzen. 

Bedeutung der EuroSkills

Doch warum ist der Bewerb eigentlich so wichtig?  „Einerseits sind die EuroSkills natürlich für die Teilnehmer von großer Bedeutung. Sie können dort ihre Leistungen zur Schau stellen und sich im direkten Wettbewerb mit anderen Fachkräften messen – und das nicht nur auf österreichischer, sondern auf europäischer Ebene. Auch im Lebenslauf schaut eine Teilnahme und vielleicht sogar ein Sieg bei den EuroSkills sehr gut aus. Das hebt von anderen Bewerbern deutlich ab“, erklärt Christian Faymann, Institutsleiter des WIFI Wien. „Andererseits sind die EuroSkills auf für den Lehrberuf an sich von großer Bedeutung. Der hatte nicht immer den besten Ruf in der Vergangenheit und mit diesem Bewerb kann man auch die Attraktivität der Lehre stärken und das Image verbessern“, führt er aus. 

Österreich als Vorbild

Traditionsgemäß genießt Österreich einen guten Ruf bei den EuroSkills. Und auch was die duale Ausbildung betrifft, stehen wir im internationalen Vergleich gut da. „Wir glauben, dass eine duale Ausbildung künftig immer wichtiger werden wird. Wir wollen zeigen, wie wichtig es ist, neben der schulischen auch eine fachliche Ausbildung zu haben und inwiefern man seine Chancen beim Arbeitgeber dadurch steigern kann. Auch das können wir bei den EuroSkills präsentieren“, erklärt Faymann. Damit ist Österreich auch ein Vorbild für andere Länder. „Wir werden international als Land der dualen Ausbildung gesehen und sind damit für viele andere Länder ein Vorbild. Dieses Wissen geben wir auch gerne weitern und exportieren diese Form der Ausbildung. Mit Mexiko hat es beispielsweise ein gemeinsames Projekt gegeben, bei dem wir dort ein duales Ausbildungssystem nach österreichischem Vorbild implementieren konnten“, erklärt der Experte.

Autor: Teresa Frank, 24.09.2021