"Eat the Farm": Ein Eventkonzept mit Geschmack

Was passiert, wenn vier junge kreative Leute mit Umweltbewusstsein aufeinandertreffen? Genau, es entsteht ein spannendes Konzept. In diesem Fall heißt das Konzept "Eat the Farm" und es ist leicht erklärt: Events und Workshops geben einen Einblick in die Bio-Landwirtschaft und zeigen die Arbeit, die dahinter steckt. Ins Leben gerufen wurde "Eat the Farm" von vier jungen Südoststeirern, die Regionalität und biologische Lebensmittel nicht nur schätzen, sondern auch dafür brennen. Eine davon ist Anna Majcan, Köchin aus Leidenschaft, Foodstylistin und Gründerin der "Pop Up Gschichtln". Was sie mit dem Konzept vermitteln möchte? "Dass Bio-Lebensmittel einfach supercool sind. Das Arbeiten und Kochen mit Bio-Produkten macht einfach viel mehr Spaß als mit herkömmlichen. Schon alleine der Geschmack ist intensiver", erklärt sie. 

Parad(i)e(i)sisch gut

Am Sonntag wurde also das erste Mal gemeinsam bei einem Event gekocht und gelernt. Und zwar am Biohof Pranger, der auf einem Hügel in der Südoststeiermark mit einem wunderbaren Ausblick über das steirische Vulkanland thront. Der Hof wird seit rund 30 Jahren biologisch betrieben und hat sich vor allem auf Tomaten spezialisiert. Der Fokus lag also auf der in Österreich heiß geliebten Frucht, gerne auch Paradeis genannt. Bei "Paradeis trifft Wein" durchliefen die Teilnehmer fünf Workshops: Es wurde paradeisisch gekocht und geschlemmt. Patrick Pranger vom Hof führte uns in die Welt der sonnengeküssten Tomaten ein und zeigte uns, wie das richtige Einrexen funktioniert. Bernhard Fischer vom Bio-Weingut Fischer aus dem Vulkanland verwöhnte unseren Gaumen mit einer Trauben- sowie Weinverkostung. Und Kreativkopf Luise Höggerl band mit uns langlebige Tischdeko aus Trockenblumen. Der letzte Workshop machte besonders viel Spaß, denn dann ging es ans Probieren: Anita Pranger vom Hof gab wertvolle Infos zu Tomatensorten und -Raritäten, die dann natürlich auch verkostet werden mussten. 

Essen mit Ausblick 

Zum Abschluss gab es dann das große "Paradeismenü" an der langen dekorierten Tafel umrahmt von Wald, Wieso und dem einen oder anderen tierischen Bewohner. Acht Gänge wurden aufgetischt, gegessen wurde unter blauem Himmel und mit Ausblick auf das Vulkanland. Ob die Veranstalter mit dem Kick-off-Event zufrieden waren: "Ja, sogar sehr. Wir haben das vermittelt, was wir vermitteln wollten und zwar den Bezug zur Landwirtschaft, zur Produktion, zur Veredelung und zum Genuss. Und jetzt werden wir uns auf die Suche nach anderen Biobauern begeben, die sich uns als Eventpartner anschließen möchten", meint Patrick Pranger. Wir sind gespannt, welches Genussmittel das nächste Mal in den Vordergrund gerückt wird. 

Autor: Cornelia Scheucher, 13.09.2021