Kunstprojekt in der Schloßbergbahn

Im Rahmen des Kunstprojekts wird die Schloßbergbahn in eine utopische Zone verwandelt. Davon zeigt sich auch Kulturstadtrat Günter Riegler begeistert: „Die Projektidee vom studio ASYNCHROME, Marleen Leitner und Michael Schitnig, für das Kulturjahr 2020 hat sofort die Herzen von uns allen erobert. Die Schloßbergbahn mit ihrem einzigartigen Rundblick gleichermaßen als Aussichtspunkt und als mobile Galerie zu nutzen, war schon an sich eine hervorragende Idee. Die künstlerische Erzählung, nämlich mit dem Begriff der Transparenz zu spielen und zugleich die Fragen unserer Vernetzung in der digitalen Welt zu diskutieren, liegt genau im Kern der Grundidee des Calls für 2020 und gab letztlich den Ausschlag für die Realisierung des Projekts. Hinzu kommen die vielfältigen technischen Herausforderungen, die in der Umsetzung zu meistern waren.“

Kunst erleben

Insgesamt dauerte die Vorbereitung des Projekts ein ganzes Jahr. Innerhalb einer Woche wurden die Zeichnungen mithilfe einer technisch innovativen Spezialfolie auf die Glasfronten gebracht. Dadurch werden die Strukturen, Netzwerke und Zusammenhänge sicht- und erlebbar gemacht. Der wunderschöne Ausblick, den man von der Bahn auf die Stadt hat, wird so von einem digitalen Panoptikum überlagert, was es ermöglicht, neue Perspektiven und Möglichkeitsräume zu entdecken und schlussendlich selbst Teil der Zeichnung zu werden. „Wir sehen die Schloßbergbahn als transparente Zeitkapsel, die in Relation zu Zeit und Bewegung als utopische Zelle funktionieren kann. Die Zeichnungen verschmelzen mit dem Stadtraum und laden die Besucherinnen und Besucher in den Überlagerungen zum Gedankenexperiment ein. Die Transparenz bedingt für uns die Möglichkeit, hinter die ,Fassade‘ des vordergründig Sichtbaren zu blicken“, erklären Marleen Leitner und Michael Schitnig, die beiden Künstler von studio ASYNCHROME. Die Installation des Duos kann noch bis Ende März 2021 besichtigt werden.

„Die spektakuläre Technik zu diesem Projekt wurde eigens entwickelt und gilt als weltweit erste Installation dieser Art. Das Projekt von studio ASYNCHROME steht daher auch paradigmatisch dafür, dass die zentralen gesellschaftlichen Lebens- und Wirkungsbereiche zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Kunst gemeinsam nicht nur zum Gelingen eines richtungsweisenden Kunstprojekts, sondern vor allem zur positiven Entwicklung einer Stadt beitragen." - Christian Mayer, Programm-Manager vom Graz Kulturjahr 2020.

Neue Beleuchtung

Im Zuge der Kunst-Installation Space*Object*Inbetween wurde durch Unterstützung der Holding-Beteiligung Graz Freizeit die komplette Kabinenbeleuchtung der Schloßbergbahn erneuert. „Mit der künstlerischen Verwandlung der Schloßbergbahn durch das Grazer Duo studio ASYNCHROME wurde ein neues, kulturelles Erlebnis und eine kreative Bereicherung rund um den Grazer Hausberg geschaffen, die wir mit der neuen Kabinenbeleuchtung im wahrsten Sinne des Wortes ins ,rechte Licht‘ gerückt haben“, freut sich Michael Krainer, Geschäftsführer der Graz Freizeit, über das Kunstprojekt.

Als größtes kommunales Dienstleistungsunternehmen in der Steiermark ist die Holding Graz Hauptsponsor des Kulturjahres. Wolfgang Malik, CEO der Holding Graz: „Die in Graz so kreative Kunst- und Kulturszene bietet auch für unser Unternehmen unzählige Möglichkeiten zur Kooperation. Die Grazer Schloßbergbahn wird nun selbst künstlerisch in das Kulturjahr 2020 miteinbezogen, was uns besonders freut. Sie ist eines der zentralen touristischen Ziele der steirischen Landeshauptstadt und befördert ihre Fahrgäste bereits seit 1894 auf das Wahrzeichen der Stadt Graz – den Schloßberg. In den kommenden Wochen werden all jene, die die Bahn nutzen, zusätzlich auf das großartige Projekt von studio ASYNCHROME aufmerksam.“

Autor: Teresa Frank , 20.08.2020