„Das esse ich nicht!“

Wallner arbeitet seit 10 Jahren bei Styria vitalis, einer gemeinnützigen, unabhängigen Non-Profit-Organisation, die in der Gesundheitsförderung und Prävention tätig ist. Dort setzt man sich für gesundes Essen und Trinken, Zahngesundheit, Bewegung, psychosoziale Gesundheit sowie die Förderung von Gemeinschaft und sozialen Zusammenhalt ein. Als Mutter von zwei Kindern versteht Sabine Wallner auch, wie herausfordernd es sein kann, theoretische Ansätze in der Praxis umzusetzen.

Angst vor dem Neuen.

Das Phänomen, keine unbekannten Lebensmittel kosten zu wollen, ist auch unter dem Begriff „Food Neophobie“ bekannt. Besonders unter Kindern ist das weit verbreitet. Aber warum eigentlich? „Die Food Neophobie ist von Natur aus in unserem Überlebensinstinkt verankert. Früher konnten die Menschen nicht einfach alles essen, was sie in der Natur gefunden haben. Daher ist man zu Beginn eher skeptisch, wenn man etwas noch nie probiert hat“, erklärt Sabine Wallner. Auch, dass Kinder sehr gerne Süßes essen, ist evolutionär bedingt. „Unser Geschmackssinn bildet sich erst mit der Zeit. Angeboren ist jedoch die Vorliebe für den süßen Geschmack, weil die Muttermilch aufgrund ihres Laktosegehalts süßlich ist. Es ist also verständlich, dass Kinder gerne Süßes mögen. Die anderen Geschmäcker müssen sie quasi erst abspeichern“, ergänzt sie.

Langer Atem

Der Geschmackssinn ist also etwas, das sich ständig weiterentwickelt, auch noch als Erwachsener. „Tatsächlich muss man etwas zehn bis 15-Mal kosten, bis man wirklich entscheidet, ob es einem schmeckt oder nicht“, meint die Expertin. Für die Erziehung bedeutet das: dranbleiben. Sollte sich das Kind zunächst noch weigern, etwas zu probieren, darf man die Flinte nicht gleich ins Korn werfen. „Man sollte bei der Ernährung nicht zu viel Druck auf die Kinder ausüben. Besonders die Kleinen testen dabei nämlich auch gerne ihre Grenzen aus und schauen, wie groß die Reaktionen der Eltern ausfallen“, so Wallner. Mit kleinen Häppchen und einer ruhigen Einstellung schafft man es mit der Zeit leichter, Kinder für neue Lebensmittel zu begeistern als mit Zwang und übertriebener Strenge.

 

„Wenn es um die richtige Ernährung geht, ist von den Eltern vor allem viel Geduld und ein positives Umfeld gefragt.“ - Sabine Wallner, Ernährungswissenschaftlerin

Positive Assoziation.

Dass Kinder auf Süßes so gut ansprechen, kann man auch zu seinem Vorteil nutzen. So kann man ihnen anfangs eher süße Gemüsesorten zu kosten geben, wie Kürbis und Süßkartoffeln, und das Sortiment mit der Zeit ausbreiten. Auch die Konsistenz des Essens spielt für Kinder eine große Rolle. Kleinere Kinder mögen breiartige Gerichte gern, später reizen sie auch knusprige und knackige Lebensmittel, bei denen das Reinbeißen richtig Spaß macht. Eine positive Einstellung zu gesunder Ernährung kann außerdem durch die Assoziation mit schönen Erlebnissen erzeugt werden. „Im Gehirn werden Emotionen und Geschmäcker miteinander verknüpft. Wir mögen beispielsweise Eis so gerne, weil es uns an Urlaub, Sommer und Freizeit erinnert und damit positive Gefühle in uns hervorgerufen werden“, ergänzt die Ernährungswissenschaftlerin.

Vorbildfunktion.

Als Vorbilder fungieren nicht nur die Eltern, wenn es ums Essen geht. Sabine Wallner rät: „Oft hilft es auch, wenn beispielsweise Freunde oder die Lieblingstanten etwas probieren. Das animiert die Kleinen dann umso mehr. In Schulen oder Kindergärten kann außerdem viel mit Spielen und gemeinsamen Kostproben erreicht werden.“ Generell gilt für die Ernährung des Kindes – wie auch für die eigene – die goldene Mitte zu finden und auf eine abwechslungsreiche Küche zu achten.

Turnbeutel-Aktion.

Auf gesunde Ernährung wird auch bei der Active-Kids-Aktion geachtet. Gemeinsam mit dem Land Steiermark und SPAR werden für alle Schulanfänger kostenlose Turnbeutel organisiert, die mit tollen Geschenken befüllt sind: Neben coolen Knick-Leuchtbändern von SPAR und einem Gutschein für das Jump 25, inklusive rutschfester Socken, sind im Sackerl auch die leckeren SPAR Apfelchips zu finden. Diese bestehen zu 100 Prozent aus steirischen Äpfeln und enthalten keine Zucker- und Konservierungsstoffe. Die Sackerl gibt ab 21. September und nur solange der Vorrat reicht - also schnell vorbeischauen!

Hier gibt's die Turnbeutel:

  • MURPARK Graz Ostbahnstraße 3, Infostand
  • 8010 EUROSPAR Kastner, Sackstraße 7-13
  • 8083 EUROSPAR Riedl, St. Stefan i.R., Gleichenberger Str. 1
  • 8940 EUROSPAR Liezen, Hauptstraße 35
  • 8720 EUROSPAR Knittelfeld, Schubertstraße 5
  • 8600 EUROSPAR Bruck, Bahnhofstraße 3
  • 8430 EUROSPAR Leibnitz, Wasserwerkstraße 32
  • 8570 EUROSPAR Voitsberg, Conrad-v.-Hötzendorfstr. 27
  • 8160 EUROSPAR Weiz, Franz-Pichler-Straße 3
  • 8230 EUROSPAR Hartberg, Bahnhofstraße 20
  • 8570 EUROSPAR Voitsberg, Grazer Vorstadt 21
  • 8720 EUROSPAR Knittelfeld, Kärntnerstraße 100
  • 8200 EUROSPAR Gleisdorf, Schillerstraße 16

Solange der Vorrat reicht!

Autor: Teresa Frank , 16.09.2020