Die schönsten Klammwanderungen in Salzburg

Sigmund Thun Klamm in Kaprun

Vor etwa 14.000 Jahren zeigte die Kapruner Ache ihre Kräfte und grub sich auf 320 Meter Länge und bis zu 32 Meter tief durch Felsen und Gestein – so formten sich die faszinierenden Strudelköpfe, Glättungen und Kölke in der Sigmund Thun Klamm. Auf gut befestigten Holzstegen und Brücken erleben Besucher die Kraft des Wassers hautnah und können direkt durch die Schlucht spazieren. TIPP: Jeden Freitag von 4. Juni bis 3. September wird die gesamte Klamm bei Dämmerung mit bunten Lichtern und Schweinwerfen beleuchtet – ein mystisches Erlebnis für Groß und Klein.

Beleuchtete Sigmund Thun Klamm | Credit: Expa/Jürgen Feichter

Seisenbergklamm in Weißbach bei Lofer

Etwa eine Stunde lang dauert die 3,5 Kilometer lange Entdeckungstour durch die Seisenbergklamm, die vor rund 12.000 Jahren nach der letzten Eiszeit ihre heutige Form annahm. Durch Felsen und über Holzstege führt ein eigens angelegter Erlebnisweg mit zehn Stationen, der Eingang befindet sich beim Gasthof Hirschbichl direkt in Weißbach.  TIPP: Ist die Abenteuerlust noch nicht gestillt, lohnt sich eine Führung durch die nahegelegene und beleuchtete Lamprechtshöhle – mit 56 Kilometern die längste Durchgangshöhle der Welt.

Seisenbergklamm | Credit: iStock.com/rpeters86
Lamprechtshöhle | Credit: Salzburger Saalachtal Tourismus

Vorderkaserklamm in Lofer

400 Meter lang, 80 Meter tief und 51 Holzstege mit 373 Stiegen – all das hat die imposante Vorderkaserklamm in Lofer zu bieten, die man auf der 2,5 Kilometer langen Wanderung durch das Naturschutzgebiet erkundet. Die engste Stelle misst nur 80 Zentimeter, bis heute fräst der reißende Gebirgsfluss jährlich fünf bis sechs Millimeter aus den Felsen. Bis zum Eingang der Klamm spaziert man entlang des Orchideenwegs und sieht mit etwas Glück bis zu 15 verschiedene wilde Orchideenarten. An schönen Tagen sollte man zudem die Badesachen nicht vergessen – die naturbelassenen Seen laden zu einer Abkühlung ein. TIPP: Für eine Stärkung lohnt sich ein Einkehrschwung bei der Vorderkaser Jausenstation, insbesondere das reichhaltige Frühstück kann sich sehen lassen.

Vorderkaserklamm | Credit: Salzburger Saalachtal Tourismus/Schlechter-Fotograf
Seen in der Vorderkaserklamm | Credit: Salzburg Saalachtal Tourismus

Strubklamm in Faistenau

Auch der Almbach hat sich zwischen Wiestalstausee und Strubklammsee eigenmächtig einen Weg gebannt und zwängt sich durch schroffe Felsengen. Einen direkten Wanderweg durch die Klamm gibt es nicht, beeindruckende Tiefblicke auf die bizarre Schlucht erhascht man aber über den Wanderweg Metzgersteig. TIPP: Durch die Klamm führt zwar kein Weg, allerdings werden geführte Canyoning-Touren quer durch Wasser und Felsen angeboten.

Canyoning in der Strubklamm | Credit: SalzburgerLand Tourismus/Michael Grössinger

Salzachklamm in Golling

Dort, wo sich Tennen- und Hagengebirge treffen und nur wenige Schritte vom Pass Lueg entfernt, hat die Natur eine etwa 80 Meter tiefe, wildromantische Schlucht geformt – die mit Stegen und Brücken gut erschlossene Salzachklamm. Neben den zahlreichen Fels-vertiefungen ist vor allem der sogenannte „Dom“ sehenswert: Eine besonders enge Stelle, an der es scheint, als würden sich die Gesteinswände schließen. TIPP: Mit dem Flying Fox können Adrenalin-Junkies direkt über das imposante Naturschauspiel fliegen.

Lammerklamm in Scheffau

Steile Felswände, tosende Fluten und tiefe Schluchten – auch in der Lammerklamm kommen Abenteurer auf ihre Kosten. Rund eine Stunde dauert die Besichtigung des Naturschauspiels, der schönste Teil ist die „dunkle Klamm“ gleich zu Beginn der Tour sein. TIPP: Die Lammerklamm kann auch bei geführten Kanu-, Rafting- oder Tube-Touren erkundet werden.

Lammerklamm | Credit: VOGL-PERSPEKTIVE.AT

Lichtensteinklamm in St. Johann

Ein Ausflug in die beeindruckende Lichtensteinklamm im Pongau ist für die ganze Familie ein Erlebnis. Hier stehen die Felswände so eng, dass der Himmel teils nur mehr als kleiner Streifen zu erkennen ist. Dafür erlebt man in der 300 Meter tiefen Schlucht tosende Wasserfälle und reißende Wassermassen. Besonderes Highlight ist die Wendeltreppe „Helix“, die 30 Meter in die Tiefe ragt und von der aus man einen beeindruckenden Blick auf das Naturphänomen hat. TIPP: Wer Wartezeiten vermeiden möchte, plant einen Ausflug unter der Woche.

Lichtensteinklamm | Credit: Tourismusverband St. Johann/Atelier Oczlon

Kitzlochklamm in Taxenbach

Über Jahrtausende hinweg bahnte sich die Rauriser Ache ihren Weg durch enge Felshänge und formte am Rande des Nationalparks Hohe Tauern eine beeindruckende Schlucht mit idyllischen Buchten, Wasserfällen und zerklüfteten Gesteinswänden. Stege und Tunnel führen quer durch die Klamm bis zur Embacher Wallfahrtskirche Maria Elend. Highlight ist unter anderem eine neue Aussichtsplattform, die einen gigantischen Blick in 80 Meter Tiefe gewährt. TIPP:An speziellen Tagen werden gegen 20.00 Uhr geführte Fackelwanderungen durch die Klamm angeboten.

Kitzlochklamm | Credit: TVB Taxenbach
Autor: Simone Reitmeier, 04.06.2021