Mure und Waldbrand: Häuser im Großarltal evakuiert
- Mure zwingt Bewohner zur Evakuierung
- Waldbrand nach Blitzeinschlag flammt wieder auf
- Großeinsatz der Feuerwehren im Pongau
Murenabgang: Heftige Gewitter haben am Mittwochabend im Großarltal zahlreiche Feuerwehreinsätze ausgelöst. Besonders betroffen war die Gemeinde Großarl, wo eine Mure eine Straße verschüttete und mehrere Menschen ihre Häuser verlassen mussten. Gleichzeitig kämpfen Einsatzkräfte erneut gegen einen Waldbrand, der nach einem Blitzeinschlag ausgebrochen war.
Die Einsatzkräfte waren bis tief in die Nacht und seit den frühen Morgenstunden erneut im Dauereinsatz. Neben Überschwemmungen und Murenabgängen mussten auch Keller ausgepumpt und Straßen gesperrt werden.
Mure zwingt Bewohner zur Evakuierung
Besonders schwer traf es den Bereich der Rattersberg Straße. Eine Mure verschüttete den Güterweg und schnitt mehrere Häuser vorübergehend von der Außenwelt ab. Zwei Wohnhäuser mit insgesamt acht Bewohnern mussten aus Sicherheitsgründen evakuiert werden.
Der Güterweg Rattersberg bleibt bis auf Weiteres gesperrt. Im Laufe des Vormittags soll der Geologische Dienst des Landes beurteilen, wann die Bewohner wieder in ihre Häuser zurückkehren können.
Laut Ortsfeuerwehrkommandant Josef Promegger waren die Einsatzkräfte während der gesamten Nacht mit zahlreichen weiteren Schadenslagen beschäftigt. Neben Murenabgängen mussten auch überflutete Keller ausgepumpt und Straßen gesichert werden.
Waldbrand nach Blitzeinschlag flammt wieder auf
Parallel zu den Unwettereinsätzen beschäftigt die Feuerwehr erneut ein Waldbrand oberhalb der Bachalm. Bereits am Mittwochnachmittag hatte eine Einheimische nach einem Blitzeinschlag einen Feuerschein entdeckt und Alarm geschlagen.
Die Brandstelle befindet sich auf rund 1.700 Metern Seehöhe in steilem und schwer zugänglichem Gelände. Deshalb wurde von Beginn an ein Polizeihubschrauber zur Unterstützung angefordert.
Nachdem zunächst ein einzelner brennender Baum gelöscht werden konnte, mussten die Einsatzkräfte am Donnerstagmorgen erneut ausrücken. Der Hubschrauber bekämpfte den Brand zunächst aus der Luft, ehe Feuerwehrleute mit Spezialausrüstung zur Brandstelle geflogen wurden. Dort wird das glosende Material händisch auseinandergezogen und mit Löschrucksäcken endgültig gelöscht.
Großeinsatz der Feuerwehren im Pongau
Bereits am Mittwoch waren rund 50 Feuerwehrmitglieder aus Großarl im Einsatz. Unterstützt wurden sie unter anderem von der Feuerwehr St. Johann mit Waldbrandausrüstung und Flughelfern, der Drohne Pongau, dem Einsatzleitfahrzeug des Bezirks sowie einem Hubschrauber der Flugpolizei Salzburg.
Das Löschwasser wurde aus einem nahegelegenen Speicherteich aufgenommen. Nach mehreren Wasserabwürfen kontrollierten die Einsatzkräfte den betroffenen Bereich. Weil sich jedoch ein Gewitter näherte, wurden vorsorglich zusätzliche Löschflüge durchgeführt, um eine neuerliche Ausbreitung des Feuers zu verhindern.