Kulturschatz-Suche in Salzburg

1. Verfolgt & vergessen

Das „Museum der verlorenen Generation“ ist bildenden Künstlern gewidmet, die unter den Nationalsozialisten entweder aus „rassischen“ und/oder politischen Gründen verfolgt wurden oder Berufsverbot hatten, weil ihre Kunst als „entartet“ galt. Die umfangreiche Spezialsammlung des Münchener Internisten Dr. Heinz Böhme befindet sich in der Sigmund-Haffner-Gasse in einer wunderschönen Etage eines Altstadthauses. Ende Juli wird nach langer coronabedingter Schließung wieder aufgesperrt – mit der neuen Ausstellung „Zur falschen Zeit am falschen Ort“. http://verlorene-generation.com

2. Faszination Radio

Welche ungeheure Faszination die ersten Radioübertragungen auf die Zeitgenossen ausübten und welche technischen Schritte und Erfindungen es im Anschluss daran gab, lässt sich im „Radiomuseum Grödig“ nachvollziehen. Anhand von über 300 Exponaten wird die technische Entwicklung vom Funkensender bis zum UKW-Empfänger gezeigt. Geöffnet jeden Mittwoch von 15 bis 19 Uhr. www.radiomuseum-groedig.at

Radiomuseum Grödig

3. Madonnen & mehr

Das Bergbau- und Gotikmuseum in Leogang schildert die harten Arbeits- und Lebensbedingungen der Knappen in den ehemaligen Bergbaugebieten der Region. Das Museum bietet außerdem eine Mineraliensammlung und seine gotischen Skulpturen (Bergbauheilige wie zum Beispiel die Hl. Anna) sind mittlerweile zu Recht weltberühmt. Geöffnet täglich von 10 bis 17:00 Uhr, Montag Ruhetag. www.museum-leogang.at

Bergbau- und Gotikmuseum Leogang

4. Zeitreisen

Die Burg Mauterndorf war Mautstation und die zeitweilige Sommerresidenz der Salzburger Fürsterzbischöfe. Hermann Göring fiel sie einst als Schenkung in den Schoß und heute gehört sie der Republik Österreich. Die Säle, Gewölbe und Gemächer werden als Erlebnisausstellung und als Sitz des Lungauer Landschaftsmuseums genutzt. Für Kinder gibt es in den Monaten Juli und August eine mehrstündige Erlebnis-Tour. Täglich geöffnet von 10 bis 18 Uhr. www.salzburg-burgen.at

Burg Mauterndorf

5. Klassische Moderne

In der Zwischenkriegszeit gab es am Wolfgangsee eine Art Künstlerkolonie von zum Teil sehr bekannten österreichischen Malern, Zeichnern und Grafikern. Das Museum „Zinkenbacher Malerkolonie“ in St. Gilgen ist dem Schaffen dieser künstlerischen Sommerfrischler gewidmet. Die aktuelle Jubiläumsausstellung trägt den Titel „Meister–Werke“ und umfasst Arbeiten von Sergius Pauser, Georg Ehrlich, Ernst Huber, Ernst August von Mandelsloh oder Victor Pipal. Geöffnet tägl. außer Montag von 14 – 19 Uhr. www.malerkolonie.at

Museum „Zinkenbacher Malerkolonie“

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Autor: Gert Damberger , 20.07.2020