Bitter: Spätes Brügge-Tor schockt Salzburg
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Der FC Red Bull Salzburg hat im Heimspiel der 3. Qualifikationsrunde zur UEFA Champions League eine knappe, aber schmerzhafte Niederlage kassiert. Gegen das belgische Topteam Club Brügge unterlagen die Bullen mit 0:1, das entscheidende Tor fiel in der 75. Minute durch Romeo Vermant. Damit ist die Ausgangslage vor dem Rückspiel am Dienstag (12. August, 19:30 Uhr) alles andere als komfortabel.
Taktik statt Spektakel in Hälfte eins
Die Zuschauer in der Red Bull Arena sahen eine intensive, aber über weite Strecken chancenarme Partie. Beide Teams neutralisierten sich weitgehend, Powerfußball war Fehlanzeige. Während Brügge den Ball kontrolliert durch die eigenen Reihen zirkulieren ließ, setzte Salzburg auf Konterspiel und zeigte dabei etwas mehr Biss.
Die erste große Chance des Spiels gehörte den Hausherren: Nach starkem Antritt über links bediente Vertessen seinen Teamkollegen Kjaergaard ideal im Strafraum. Der Abschluss des Dänen wurde jedoch von Brügge-Keeper Simon Mignolet mit einer Glanztat entschärft (11.). Auch Brügge kam in der 41. Minute durch Vermant gefährlich vor das Tor, blieb aber ebenfalls ohne Ertrag.
Es war genau das Spiel, das wir erwartet hatten – zwei Mannschaften, die sich auf Augenhöhe begegnet sind. ,Gut‘ reicht nicht, um in die Champions League zu kommen. Es geht darum, in allen Phasen die letzten 15 Prozent rauszuholen, und das haben wir heute nicht geschafft. Es hätte heute in die andere Richtung gehen können, aber dafür sind wir verantwortlich. Es steht jetzt zur Halbzeit 0:1, aber wir werden uns nicht aufgeben. Wir müssen nächste Woche genau das besser machen, was heute gefehlt hat.
Später Schock für Salzburg
Nach dem Seitenwechsel schaltete Salzburg einen Gang höher und drängte phasenweise auf die Führung. Doch ein Stellungsfehler in der Defensive brachte den Gästen aus Belgien schließlich den entscheidenden Vorteil: Eine unbedrängte Flanke von Meijer erreichte Vermant, der sich im Strafraum gegen Rasmussen durchsetzte und zum 0:1 einköpfte (75.).
Die Bullen reagierten postwendend: Nur zwei Minuten später prüfte Diabate den belgischen Schlussmann mit einem Schuss aus der Distanz, doch erneut war Mignolet zur Stelle. Auch Nene hatte kurz darauf den Ausgleich auf dem Fuß, scheiterte jedoch am starken Torhüter der Gäste.
Wir sind natürlich enttäuscht. Ich hatte das Gefühl, dass wir die bessere Mannschaft waren. Sie haben eine einzige Großchance und aus der machen sie ihren Treffer. Wir hatten auch viele Möglichkeiten, aber mit dem Toreschießen hat’s einfach nicht geklappt, da müssen wir effizienter sein. Wir müssen jetzt den Kopf oben halten und im Rückspiel alles reinwerfen.
Ausgangslage fürs Rückspiel
Trotz des Rückstands ist für Salzburg noch nichts verloren. Der Auftritt war über weite Strecken stabil und diszipliniert. Im Rückspiel in Brügge wird es nun allerdings eine Leistungssteigerung, insbesondere im Abschluss, brauchen, um die Chance auf die Gruppenphase der Champions League zu wahren.